Have any Questions? +01 123 444 555

Archiv 2011

Ein Adventsmarkt mit historischem Fokus

28.November 2011, Ostholsteiner Zeitung, Foto A. Gothsch

Musik empfing die Besucher an der Turmhügelburg

 

Eine ganz besondere Atmosphäre bot sich den Besuchern am Sonnabend beim mittelalterlichen Adventsmarkt in den Gebäuden und auf dem Gelände der Turmhügelburg im Lütjenburger Nienthal.
Handwerker und Händler präsentierten nach alten Techniken gefertigte Waren, die von Schmuck über Haushaltsgegenstände und Dekorationsartikel aus Holz, Töpferwaren, Strick-, Stick- Filz-und Lederarbeiten bis hin zu Kräutersäckchen und Körnerkissen reichten. Neben den Händlern, die gern Einblicke in die Fertigung ihrer Produkte gaben, veranschaulichten die Frauen und Männer von "Bodendiecks Gesinde", die Stammbewohner der Burg, wie sich das Leben und Arbeiten im Mittelalter ungefähr abgespielt haben könnte. Für die dazu passende Musik sorgten Meike Lüßmann und Katrin Kunge aus Hamburg, die ihren historischen Instrumente, unter anderem der Drehleier, der Renaissance-Blockflöte, der Harfe oder der Rebec (eine frühere Form der Geige) ungewohnte, aber sehr wohlklingende Töne entlocken konnten. Am Abend folgte die Adventsandacht mit Lesungen aus der Luther-bibel und dem von Ralf Popken sowie dem Chor "Angli Clamant" gestalteten musikalischen Programm.

Das Zeidlerbeil wird weitergereicht

Die neue Bienenzucht, 01.September 2011
Von Matthias Wriedt, 24211 Schellhorn

Imkerwechsel an der Turmhügelburg Nienthal/Lütjenburg

Auch die diesjährigen Veranstaltungen an der Turmhügelburg Nienthal/Lütjenburg waren erneut ein Publikumsmagnet. Der Wettergott war den Besuchern und Mitwirkenden überwiegend hold.
Die Kapelle ist fertiggestellt und ein neu errichtetes Wirtschaftsgebäude am Rande der Anlage bietet die Möglichkeit zur Unterbringung von Gerätschaften. Die Sanitäranlagen sind nun auch dem großen Besucheransturm gewappnet.
Die Zeidlerei und das Bienenhaus haben viele Interessenten angezogen und zahlreiche Fragen mussten beantwortet werden. Informationen wurden zum Beispiel zur Bienenbiologie und zur Imkerei gegeben. Besonders Kinder fanden es spannend, einmal in ein Bienen volk hineinschauen zu können. Immer wieder trifft man Menschen, die ein vertieftes Interesse haben und die auf die Angebote der Imkerschule aufmerksam gemacht werden können. Ansonsten kann man die Veranstaltungen als positive Imagewerbung für die Imkerei in unserem Land sehen.

Nach einigen Jahren des Mitwirkens und der Teilnahme an einer Vielzahl von Veranstaltungen räume ich auf eigenen Wunsch das Feld. Im Jahr 2012 wird das Zeidlerbeil symbolisch an einen Nachfolger weitergereicht. Dieser wird bestimmt mit neuen Ideen und Projekten die Arbeit mit anderen Schwerpunkten fortsetzen.
Vor vierzehn Jahren habe ich meine Imkerei mit zwei Bienenvölkern begonnen, hatte inzwischen ohne irgendwelchen Zukauf weit über 40 Völker und bin jetzt wieder bewusst durch Verkauf bei zwei Bienenvölkern angelangt. Der Beruf und das Leben verlangen im Augenblick andere Prioritäten. Der Spaß an der Bienenhaltung, die mit einer jahrhundertlangen Tradition verbunden ist, bleibt mir im kleineren Rahmen erhalten.
In den nächsten Jahren ziehe ich mich daher fast gänzlich aus der praktischen Imkerei zurück. Ich werde mich auf die Geschichte der Imkerei konzentrieren und arbeite zurzeit an einem Artikel über "Imkermeister in Schleswig-Holstein seit Ende des 19. Jahrhundert".
Meinem Nachfolger wünsche ich eine gute Hand mit eigenen Ideen und dem Vorstand des Trägervereins viel Erfolg bei der Weiterentwicklung des Museums.

"Aufbruch" fällt aus!

19.August 2011

Im wahrsten Sinn des Wortes ins Wasser gefallen: der Lütjenburger Aufbruch am 03./ 04. September - die dritte große Mittelalterveranstaltung in diesem Jahr – fällt leider aus.
Der Förderverein mußte diese Veranstaltung absagen, da die Wiese, auf der das große Lager stattfindet, unter Wasser steht, völlig durchweicht und total sumpfig ist.
" Es wäre eine Zumutung für unsere Mittelaltergruppen - Händler,Handwerker und Kämpfer - gewesen, dort ihre Zelte aufzubauen. Und die Besucher würden auch nur mit Gummistiefeln die Wiese überqueren können. Keine leichte Entscheidung für uns!" so der Vorsitzende des Turmhügelburg -Vereins, Hartmut Eller.
Als kleine Entschädigung für Besucher, die dennoch die Burg besuchen wollen oder aber von der Absage nichts erfahren haben, findet im Hof der Burganlage eine größere "Burgbelebung" durch einige Mittelalter-Gruppen statt; so kann doch noch jeder, der zur Burg kommt, das Arbeiten und Leben im Mittelalter hautnah erleben. "Klein aber fein" ist diesmal eben die Devise!
Von den Besuchern wird kein Eintritt erhoben, der Verein bittet nur um eine Spende für den Weiterbau und Ausbau der Burganlage.
Parkmöglichkeit – wie üblich – im Gewerbegebiet Bunendorp.

Authentizität ist Trumpf

19.Juli 2011, Ostholsteiner Zeitung, Foto jac

Der weiche Boden, der sich rund um die Bühne im Schatten derjTurmhügelburg in Matsch verwandelt, kann die Freunde mittelalterlichen Liedguts nicht abschrecken. Schließlich gab es vor 800 Jahren auch keinen festeren Untergrund. Und Authentizität ist Trumpf beim "Mittelalterey" in der Burganlage im Nienthal bei Lütjenburg. Groß und Klein lauschen denn auch in entspannter Atmosphäre den Weisen der Gruppe "Frölich Ge-schray" aus Hamburg. Ringsum tauchen die Besucher derweil in buntes Markttreiben ein, laben sich am Burgbrot, sehen Ritter und Reiter kämpfen! sowie Handwerker bei der Arbeit. "Ein super Lager", lautet am Ende das Fazit von Hartmut Eller, dem Vorsitzenden der Gesellschaft der Freunde der mittelalterlichen Burg in Lütjenburg. Er schwärmt von der "guten Stimmung" und dem "familiären Ambiente". Und der Andrang sei enorm gewesen, er spricht von einigen tausend Besuchern. Genaue Zahlen hat er nicht parat: "Wir haben irgendwann aufgehört zu zählen", sagt er.

Schlachtgetümmel an der Turmhügelburg

14.Juni 2011, Ostholsteiner Zeitung, Foto Peb

Zum Lütjenburger Wikingerlager kamen Sippen aus ganz Norddeutschland

 

Für Levin war der Besuch des Lütjenburger Wikingerlagers über Pfingsten besonders lehrreich: Der Zehnjährige fungierte einem wilden Kämpfer bei einer Waffenschau als "Sparringspartner", lernte die verschiedenen Schwerter, Äxte, Lanzen, Speere und Helme kennen und weiß jetzt auch, was es mit dem Spruch "Etwas Böses im Schilde führen" auf sich hat. Stefan Lösch verlor zwar im Zweikampf sein Schwert, doch mit dem versteckten Sax konnte er den Gegner immer noch meucheln...
Nicht nur bei dieser Vorführung drängten sich viele kleine und große Gäste. Auch bei den anschließenden Schlachtszenen auf dem Turnierplatz an der Turmhügelburg zwischen verfeindeten Wikingersippen wurden sie realitätsnah um viele Jahrhunderte zurückversetzt. Wie sehr die Kämpfer vor allem den Kindern imponierten, erlebten ihre Eltern später beim Bummel durch die Zeltgassen. Um den Kauf kleiner Holzschwerter kamen sie kaum herum. Und plötzlich wimmelte es auf dem gesamten Gelände im Nienthal von kleinen kampflüsternen Recken.
Allerdings ging es nicht nur martialisch zu bei diesem großen zweitätigen Volksfest. Schließlich waren die zahlreichen Wikingersippen aus dem norddeutschen Raum auch mit ihren Handwerkern und Händlern nach Lütjenburg gekommen und präsentierten sich in beschaulichem Alltagsleben vor ihren Zelten, an der Feuerstelle oder bei der Arbeit. Da wurde gewebt und geschnitzt, es wurden Lederwaren und Handwerksgeräte, Kleidung und Schmuck gefertigt
Für die musikalische Umrahmung sorgte die Gruppe "Wortsatia", und auch um ihr leibliches Wohl brauchten sich die Besucher nicht zu sorgen. Schließlich wurde im großen Holzofen immer wieder zu festen Zeiten der "Ritterlaib" und anschließend Butterkuchen gebacken.
Für die Kämpfer entscheidend war allerdings beim Wikingerlager der Dreikampf um das "Ehrbare Lütjenburger Schwert". Die besten Ergebnisse in den Disziplinen Axt, Speer und Bogen zeigte " Ragna der Wikinger" bei den Erwachsenen. Er bekam als Preis nach spannendem Stechen ein Messer überreicht.
Bei den Kindern und Jugendlichen siegte Simon, er durfte einen Lederbeutel mit Feuerzünder in Empfang nehmen. Beschenkt wurde auch der Gastgeber Hartmut Eller. Ihm überreichten die Wettkampf Organisatoren Stefan Lösch und Morten Bauer eine hölzerne Messlatte, damit er als Burgherr Eberhard von Bodendiek künftig die Händler kontrollieren kann...

Mitten im Mittelalter

03.Juni 2011, Kieler Nachrichten KNplus

In dem hügeligen Nienthal ist plötzlich ein merkwürdiges Stöhnen und Ächzen zu hören. Dann folgt ein metallisches Schlagen. Merkwürdig: Dort hinten, auf dem großen Platz in der Niederung, gehen zwei Männer in Kettenhemden mit Schwertern aufeinander los.

hier weiter(PDF 271KB)

Wikingerwettstreit an der Turmhügelburg

22.Mai 2011

"Die Wikinger kommen" ruft laut der Wächter vom hölzernen Turm der Turmhügelburg im Lütjenburger Nienthal.

Zum friedlichen Wettstreit um das "Ehrbare Lütjenburger Schwert" treffen sich die rauen Nordmänner auch dieses Jahr wieder zu Pfingsten auf Einladung des Burgherren Eberhard von Bodendiek an seiner Burg. Zu Pfingsten, am 11. und 12. Juni, jeweils von 10:00 – 18:00 Uhr ist das Lager geöffnet, eine der größten Wikingerveranstaltungen in ganz Norddeutschland.
Erneut werden weit über 100 Zelte von Sippen aus dem ganzen norddeutschen Raum auf der Wiese stehen. Die Nordmänner zeigen den Besuchern nicht nur ihr Können im Schwertkampf, Bogenschießen und Axtwerfen; vielmehr wird an den vielen Ständen deutlich, welch gute Handwerker und Händler die Wikinger und ihre Frauen waren.
Vom Weben, Filzen, Naalbinding über Specksteinbearbeitung, Bronze und Zinn- gießen, Korbflechten, Glasperlen drehen, Bau von Messern, Bögen, Pfeilen und Kettenhemden wird alles auf der Wiese zu sehen sein. Waffen und Ausrüstung der Wikinger werden den Besuchern vorgeführt und jeder kann Lederarbeiten, Schmuck , Holzschnitzereien und viele andere Gebrauchsgegenstände – auch Messer und Waffen – bei den Händlern erwerben.
Die Musiker der Gruppe "Wortsatia" werden mit ihren Weisen auf mittelalterlichen Instrumenten Ohren und Augen der Besucher und Burgbewohner erfreuen, das Gesinde des Burgherren wird im Burghof seine Tänze vorführen und der Schmied wird den Amboss in der Schmiede klingen lassen und seine Arbeiten präsentieren. Natürlich werden vor allem auch Kämpfe der rauen Wikinger kleine und große Fans begeistern.
Viele Mitmach-Aktionen gerade für Kinder wie Schmieden, Axt- und Speerwerfen, Bogenschießen, Stockbrotbacken, den Tjostdrachen Thorkel und das Wikinger-Puppentheater haben die Wikinger mitgebracht.
Leckere mittelalterliche Speisen und Getränke an der Burgschenke warten ebenso auf die Besucher wie das begehrte Burgbrot "Ritterlaib" aus dem großen Lehmbackofen, das täglich zwei Mal gebacken und verkauft wird.Höhepunkt ist jedoch – wie jedes Jahr - der Wettkampf der besten Nordmänner um das "Ehrbare Lütjenburger Schwert", ein Dreikampf mit Axt, Speer und Bogen. Der Wanderpreis wird am Pfingstsamstag 2011 zum 8. Mal vergeben, der Sieger darf neben dem Titel ein Messer mit nach Damaszener Art handgeschmiedeter Klinge mit nach Hause nehmen.
Wie schon in den vergangenen Jahren wartet ein prall gefülltes Programm mit vielen Höhepunkten auf Alt und Jung, nahezu stündlich wechseln sich Vorführungen ab.
Der Förderverein wird auch 2011 wieder um ein "Burgopfer" von 4,00 € bei Erwachsenen und 2,00 € von Kindern über 12 Jahren bitten.
Mit diesem Geld soll der Bau der Burg weiter vorangetrieben/finanziert und die Ausstattung der Gebäude vervollständigt werden. Auch die Erlöse aus dem Getränkestand und Kuchenverkauf fließen in diesen Topf.
Die Parkplätze auf der Großen Fläche im Gewerbegebiet Bunendorp sind ausgeschildert und – wie bisher – kostenlos für unsere Besucher nutzbar.

Viel Neues aus alten Zeiten

Mai 2011, Schaufenster, Foto A. Gothsch

 

Dass unsere Vorfahren im Sitzen schliefen, ein aus heutiger Sicht überaus karges Leben führten, aber schon eine Fußbodenheizung hatten, dass eine Ritterausrüstung gut 40 Kilogramm wog und Dreschflegel auch als Waffen genutzt wurden, waren nur einige der Details, die die Sechstklässler sichtlich überraschten. Im Rahmen eines Fachtages "Geschichte" hatten sich die Schüler der Klasse 6a des Hans-Geiger-Gymnasiums in Kiel gemeinsam mit ihren Lehrern auf den Weg zur Turmhügelburg nach Lütjenburg gemacht, um dort mehr über das Leben im Mittelalter zu erfahren."
"In Klaus Witte, von Anfang an Mitglied der "Gesellschaft der Freunde der mittelalterlichen Burg in Lütjenburg", hatten sie einen versierten Begleiter gefunden, der es während der rund anderthalbstündigen Führung verstand, mit seinen anschaulichen Erklärungen das Interesse auch der Elf- bis Zwölfjährigen zu wecken, die sich anfangs noch recht wenig aufnahmebereit zeigten."
"Zunächst führte Klaus Witte die Kinder in den Rittersaal und definierte mit ihnen gemeinsam den Begriff und die historische Einordnung eines Ritters, zeigte Teile der schweren und aus heutiger Sicht äußerst unpraktischen Teile seiner Ausrüstung, die – wie eingangs erwähnt – ein Gewicht von gut 40 Kilo erreichen konnte. "Was? So viel wiege ich ja, und dann noch der Ritter selbst – das arme Pferd", entfuhr es der elfjährigen Lina. Und mit bis zu dreißig Menschen in einem nur etwa 35 Quadratmeter großen Raum zu schlafen, auf Stroh sitzend und an die Wand gelehnt, mochte sie sich auch nicht vorstellen. Sie hielt das für extrem unbequem, auch wenn Karl Witte meinte, dass diese Schlafhaltung eigentlich gesunder sei als unser gewohntes Liegen. "Aber toll fand ich die Fußbodenheizung", sagte die Schülerin, die beeindruckt war von dem gemauerten Gewölbe unter dem Rittersaal, das mit einer Öffnung nach draußen als Ofen diente und seine Wärme über Tonröhren im Fußboden in den Raum abgab."
"Weiter ging der Rundgang in die Vicelin-Kapelle und schließlich zum mit Wasser umsäumten und auf einem Hügel stehenden Holzturm. Auch hier war das Erstaunen groß, als Klaus Witte erzählte, dass bei drohender Gefahr das Vieh in die Burg getrieben wurde, in der sich auch alle wehrfähigen, mit Waffen ausgerüsteten Männer verschanzten, Frauen, Kinder und Alte hingegen in den nahegelegenen Wald flüchten mussten. Während sich die Mädchen empörten, hatte ein Junge den Grund schnell erkannt: Die Frauen könnten sich im Wald viel besser verstecken, außerdem hätten selbst die ärgsten Feinde unbewaffnete Frauen damals in der Regel nicht angegriffen."
"In der Schmiede erklärte Klaus Witte die mühsame Herstellung oder Reparatur von Werkzeugen, Waffen und anderen Gebrauchsgegenständen, bevor es weiter in das Wohngebäude des Gesindes mit "Küche" ging, das nur von einer niedrigen Holzwand vom Stall abgetrennt war, weil die Tiere schließlich Wärme spendeten."
"Auch das Backhaus und natürlich der Pranger wurden besichtigt, und am Ende war der 12-jährige Engjell ganz beeindruckt von der Größe der Anlage, die er sich viel kleiner vorgestellt hatte. "Die Schmiede fand ich interessant und wie die Ritter damals gelebt haben. Ich hätte gar nicht gedacht, dass ein Ritter über so viele Untertanen befehlen konnte", staunte Engjell, der auf jeden Fall zu einer der nächsten Mittelalter-Veranstaltungen wiederkommen möchte, "um noch mehr über das Leben früher zu erfahren, zu sehen, wie die damals gekleidet waren und von dem Brot zu kosten, das hier in dem Ofen gebacken wird.

Museum Turmhügelburg Lütjenburg startet in die Saison

03.Mai 2011

Im Nienthal von Lütjenburg an der mittelalterlichen Burg geht es wieder richtig los: Jeden Mittwoch, Samstag und Sonntag jeweils um 15:00 Uhr werden seit 01. Mai Führungen durch die mittelalterliche Burganlage angeboten, bei denen neben einem Ausflug in die Geschichte auch alle Gebäude erläutert werden. Diese Führungen werden bis Anfang Oktober durchgeführt.
Weitere Führungen außerhalb dieser Termine können jederzeit bei Frau Mandy Baer, Tel: 04381 – 918847 bzw. 0162 - 4238167 oder auch per e-mail: turmhuegelburg@freenet.de gebucht werden.

Die nächste große Veranstaltung wirft auch schon ihre Schatten voraus: am 11./12. Juni (Pfingstsamstag/-sonntag) findet das große "Wikingerlager" mit vielen Attraktionen an der Burg statt. Höhepunkt wird wieder der Wettkampf um das "Ehrbare Lütjenburger Schwert" sein.

Weitere Termine 2011 zum Vormerken:
- 16. - 17. Juli               "Mittelalterey" (Ritter, Reiter, Musik und Tanz, großer Markt)
- 03. - 04. September    "Lütjenburger Aufbruch" (Erntedank des Burgherren
                                    mit großem Markt, Rittern, Reitern, Musik und Tanz, Gaukelei)
- 26. November             "Adventsmarkt und Adventsandacht"

Fast den ganzen Sommer über wird die Burg in diesem Jahr durch Mittelaltergruppen aus ganz Deutschland belebt sein. Die Gruppen wohnen in den Gebäuden, sie arbeiten, handwerken, kämpfen, essen und schlafen dort. Der Besucher erlebt so das Mittelalter aus erster Hand und erhält dabei viele Erläuterungen.

Auch der Ausbau der Burganlage geht weiter: auf dem Programm stehen zunächst der Umbau/Erweiterung des Toiletten- und Sanitärtraktes am Eingang sowie der Bau einer Burgschänke auf der Lagerfläche.

Das Original bleibt im Dunkeln

Ostholsteiner Zeitung, 20.April 2011, Fotos A. Gothsch

Dank einer Spende schmückt nun die Reproduktion einer Grabplatte die Vicelin-Kapelle in Lütjenburg

 

Pünktlich zum Saisonbeginn ist auf dem Gelände der Turmhügelburg in Lütjenburg ein weiteres Kleinod zu besichtigen: Die Reproduktion einer Grabplatte aus der Zeit um 1500 ziert die linke Wand der 2008 gebauten Vicelin-Kapelle. Dabei hatte der Vorstand des Turmhügelburg-Vereins die Hoffnung schon fast aufgegeben, die Kapelle mit einem passenden Fundstück aus der Zeit des Mittelalters ausstatten zu können, berichtet der Vorsitzende Hartmut Eller und erzählt aus der jüngsten Geschichte der Grabplatte.
Gemeinsam mit dem Turmhügelburg-Planer und Baumeister Klaus Dygutsch hatte er Reste der Grabplatte beziehungsweise des Epitaphs (Mahnmal, das in oder nahe einer Kirche an einen oder mehrere Verstorbene erinnern soll) am Rande der Gruft in der Giekauer Kirche entdeckt. "Es war kaum noch etwas von der Gestaltung zu erkennen. Sie war verdreckt und vermoost. Woher sie stammte und an wessen Tod sie erinnern sollte, konnte uns niemand sagen. Ein Name stand nicht darauf, lediglich eine Ritterfigur war modelliert", so Hartmut Eller.
Nach eingehender Betrachtung wurde vermutet, dass die Steinplatte etwa um das Jahr 1500 entstanden sein und vielleicht zu einem Grab der Familie Rantzau gehört haben könnte. Eller: "Für unsere Kapelle wäre sie wie geschaffen gewesen." Pastor und Kirchenvorstand von Giekau hatten nichts dagegen, auch die nofdelbische Kirche als übergeordnete Instanz stimmte einem langfristigen Leihvertrag zu. Doch sie alle hatten die Rechnung ohne die Landesdenkmalpflege gemacht, die, nachdem sie aus der Presse von der Platte erfahren hatte, eine Rückgabe an die Kirche forderte.
"Bei einer Vor-Ort-Besichtigung hatte uns der Vertreter der Landesdenkmalpflege eine Rückgabefrist von einem Jahr gegeben und vorgeschlagen, doch einen Abguss machen zu lassen. Geschätzte Kosten zwischen 5000 und 6000 Euro", berichtet Eller und fügt hinzu: "Eine solche Summe hätten wir nicht aufbringen können. Doch dank des guten Kontaktes von Klaus Dygutsch zum schleswig-holsteinischen Landesmuseum mussten wir unseren Wunsch nicht begraben. Dort konnte man uns helfen und ein deutlich günstigeres Angebot machen", so der Vereinsvorsitzende, der die Freude über den kleinen Triumph nicht ganz verbergen kann. Zumal er in dem Unternehmer Richard Anders noch einen Sponsor fand, "der das ehrenamtliche Engagement des Vereins zur Veranschaulichung der Geschichte unserer Region einfach großartig und unterstützenswert" findet. Und die Original-Grabplatte? Sie liegt wieder da, wo sie gefunden wurde - unbeachtet in einer dunklen Ecke. Denn die Giekauer Kirchengemeinde hat kein Geld für eine Restaurierung.
Klaus Dygutsch hat unterdessen auch einen imposanten, nach historischem Vorbild aus Eisen geschmiedeten Kerzen-Kronleuchter für die Kapelle gestiftet, ebenso die Fenster mit in Blei gefassten Waldglasscheiben. "Solches Glas wurde, darauf weisen zahlreiche Funde hin, früher hier in der Umgebung mundgeblasen", so Dygutsch.
"Jetzt ist die Kapelle voll funktionstüchtig und kann beispielsweise auch für Hochzeiten genutzt werden", sagt Hartmut Eller. Lediglich ein Taufbecken fehle noch. Doch auch da sei er zuversichtlich, bald ein geeignetes einweihen zu können.
Bereits am bevorstehenden Osterwochenende wird mit einer Mittelaltergruppe aus Rheinland-Pfalz wieder Leben in die Gebäude rund um die Burg einziehen. Die nächste große Veranstaltung wird das Wikingerlager zu Pfingsten, am 11. und 12. Juni, sein. Spätestens bis dahin soll auch die Erweiterung des Eingangsgebäudes abgeschlossen sein, so dass dann mehr Toiletten und Duschen zur Verfügung stehen. Läuft alles nach Plan, kann sogar die Burgschänke schon in diesem Sommer eingeweiht werden.

Diese Webseite nutzt Cookies um Ihnen den Besuch unserer Seiten so komfortabel wie möglich zu gestalten. Informationen zu Cookies finden Sie hier...
Einverstanden