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Archiv 2010

Adventsmarkt - mittelalterlich geprägt
Foto: J. Bunjes

Ostholsteiner Zeitung, 30.November 10

Keine Massen von Besuchern, aber gute Stimmung auf der Turmhügelburg

Nicht die Tausende von Besuchern, die sonst zu den mittelalterlichen Märkten auf der Lütjenburger Turmhügelburg strömten, kamen am Sonnabend zum Adventsmarkt. Zu dem hatte "Graf Eberhard" in seine Burg im Nienthal geladen. Aber der kleine Markt bot auch den deutlich weniger Besuchern viel Atmosphäre abseits, von Trubel und Hektik. Der Grill dampfte und die brutzelnde Wurst schmeckte noch mal so gut mit dem süßen Senf aus dem großen, selbst getöpferten Krug. Die Feuer brannten und die mittelalterlich gewandeten Händler wärmten sich während die Besucher über das Gelände schlenderten. Für Thomas Hanke (39) und Stefan Kniefs (41) aus Bremen war der Adventsmarkt auf der Burg noch etwas ganz Besonderes -sie waren zum ersten Mal mit ihren Waren dabei. "Die Anlage ist sehr detailgetreu, wirklich schön", sagte Kniefs, der verriet, dass die beiden Männer "mal neues Gebiet austesten wollten". Ihr Urteil: "spitzenmäßig." Schmuck, weihnachtliche Dekoration und Kekse, die beispielsweise Carmen Schreiber aus Groß Nordende zusätzlich zu ihren historischen Handelswaren dabei hatte, wurden feilgeboten. Abends fand als Auftakt zum "Lebendigen Adventskalender" eine gemütliche Andacht bei Kerzenschein statt.

 

Feindliche Slawen im Nienthal gestoppt
Foto: Anne Gothsch

Ostholsteiner Zeitung, 25.Oktober 10

Premiere "Der Schwur von Lütjenburg" lockte fast 300 Zuschauer

Dass Interesse war so groß, dass noch zusätzliche Stühle auf gestellt werden mussten: Fast 300 Zuschauer verfolgten am Wochenende die Premiere des Films "Der Schwur von Lütjenburg" im Restaurant "Uns Huus", der Einblicke in das Leben der Menschen im Mittelalter gibt.
In rund 40 Filmminuten zeichnet der Film mit sorgfältig ausgesuchten Details und authentisch wirkenden Darstellern den Alltag auf einem Burggelände sowie in einem slawischen Dorf nach, wie er sich tatsächlich abgespielt haben könnte. Gezeigt werden das karge, von harter Arbeit geprägte Dasein des Gesindes und der Handwerker, aber auch die Annehmlichkeiten, die der Burggraf und seine Frau genießen.
Alles läuft friedlich, bis die Burgbewohner die Kunde ereilt, dass feindliche Slawen im Anmarsch seien, die bereits Plön in Schutt und Asche gelegt hätten. Doch auf dem beschwerlichen Weg scheint den Slawen die Angriffslust abhanden gekommen zu sein: Nach kurzem Kampf ergeben sie sich, legen die Waffen nieder und schwören ewigen Frieden...
NDR-Redakteur Jörg Wilhelmy, einer der Ideengeber, konnte Regisseur Karl Siebig sowie Kameramann Peter Voß für das Projekt begeistern und schrieb das Drehbuch. Die Förderer und die "Bewohner" der Turmhügelburg sowie des Wall-Museums in Oldenburg waren sofort Feuer und Flamme, übernahmen einzelne Rollen, kümmerten sich um Kulissen und Requisiten. Jörg Wilhelmy organisierte die Tiere und sorgte dafür, dass bei den fünf Drehtagen alles reibungslos lief. Er übernahm einen Teil der Kosten privat. Auch Karl Siebig sowie Darsteller und viele Helfer arbeiteten unentgeltlich.
"Denn bei einem solchen Film kommen schnell 40 000 Euro an Kosten zusammen, die wir von der Gesellschaft der Freunde der mittelalterlichen Burg in Lütjenburg nie hätten aufbringen können. Deshalb sind wir allen Mitwirkenden unendlich dankbar", betonte Hartmut Eller, Vorsitzender des Fördervereins.
Lediglich die GEMA sowie einige Musikverlage hätten für Ärger und zusätzliche Arbeit gesorgt, weil sie für die Rechte an ein paar Musikstücken, die zum Film gepasst hätten, mehrere Tausend Euro verlangt hätten, berichtete Eller. "Doch dank der Akribie des Regisseurs Karl Siebig, der eine Alternative fand und den Film aufwendig neu vertonte, konnten wir denen mitteilen, dass wir die teure Musik nicht brauchen. Deshalb -und das war uns ganz wichtig - haben wir nun die Möglichkeit, den Film auf DVD für zehn Euro zum Kauf anzubieten" , so Eller.

Neuigkeiten aus dem Mittelalter

Kieler Nachrichten, 23.September 10

Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.Diese Zeile aus Schillers "Wilhelm Tell" könnte Pate gestanden haben für die Idee von Jörg Wilhelmy, ein Drehbuch zu einer mittelalterlichen Älltagsgeschichte zu schreiben. Herausgekommen ist der Film "Der Schwur von Lütjenburg", der gestern in einer Vorpremiere in der Turmhügelburg gezeigt wurde.
Gastgeber Hartmut Eller beglückwünschte Autor Wilhelmy, Regisseur Karl Siebig und Kameramann Peter Voß zu dem authentischen Gemeinschaftswerk. Der Film erhebe nicht den Anspruch einer Dokumentation. Aber er zeige eindrucksvoll Bilder aus dem Alltagsleben einer mittelalterlichen Burganlage, wie es sich vor rund 800 Jahren in der Region tatsächlich abgespielt haben könnte.
Regisseur Karl Siebig bestätigte, dass drei Mitarbeiter des Archäologischen Landesamtes lediglich kleine Änderungen angeregt hätten. Wie dramatisch es zeitweise an den sechs Drehtagen zugegangen war hatte Kameramann Peter Voß übrigens am eigenen Leib zu spüren bekommen. Die von Mittelaltergruppen rekrutierten Kämpfer auf Seiten der aus Starigard im Oldenburgischen Wagrien anrückenden Slawen und der Verteidiger im Lütjenburger Nienthal waren beim entscheidenden Schwertkampf derart couragiert aufeinander losgegangen, dass zwischendurch sogar der unbeteiligte Dritte hinter seiner Kamera einen Hieb einstecken musste...

Neuigkeiten aus dem Mittelalter

Ostholsteiner Zeitung, 06.September 10

"Lütjenburger Aufbruch" rund um die Turmhügelburg begeisterte am Wochenende viele Mittelalter-Fans

"Graf Eberhard von Bodendiek" beziehungsweise die Gesellschaft der Freunde der mittelalterlichen Burg Lütjenburg waren es, die das Volk von nah und fern am Wochenende erneut "zum bunten Treiben" auf die Lütjenburger Turmhügelburg geladen hatten. Dort konnten mit Gauklern, Musikanten, Märchenerzählern und vielem mehr kurzweilige Stunden verbracht werden - unter dem Titel "Lütjenburger Aufbruch".
Es gab viel zu erleben. Ritterkämpfe, Feuerjongleure und eine ganz eigene Kultur erwarteten die Besucher, "denn die Ernte war eingefahren und es herrschte Frieden im Lande", wie es " Graf Eberhard" verkünden ließ. Auf diese Illusion musste sich einlassen, wer das zweitägige Spektakel voll und ganz genießen wollte: An den Wochenenden tauchen die Mitglieder der verschiedenen Mittelaltervereine regelmäßig ab in die Welt von vor ein paar Hundert Jahren - danach sind sie wieder in Büros, an Bankschaltern, Werkbänken und dergleichen zu finden. Sonnabend und Sonntag aber griffen sie zu ihrem mittelalterlichen Gewand aus Leinen oder Leder, fertigten allerlei aus Naturmaterialien an und trugen so jede Menge zur Unterhaltung der Gäste bei.
Wie beispielsweise die Lübecker Kinderkrankenschwester Annette Knop, die Stockbrot am Lagerfeuer anbot und, auf die Hygiene in früheren Zeiten angesprochen, den damaligen Menschen sicher einiges voraus hatte. Aber von der Kleidung her (abgesehen von der Sauberkeit) schon sehr in die frühere Zeit passte. "Zu mindestens zwei Mittelalterveranstaltungen in Lütjenburg" versucht sie zu kommen und geht sonst auch gerne ihrem Bruder Oliver Knop zur Hand, der auf den Mittelaltermärkten Lederbeutel fertigt, erklärte die gebürtige Lütjenburgerin.
Familie Keuchel aus Stade -komplett mittelalterlich gewandet - war dem Ruf des Grafen Eberhard ebenfalls gefolgt, zum ersten Mal, wie sie erzählten: "Die Atmosphäre vor der Kulisse der Burg und der Gebäude ist hier etwas Besonderes, sehr viel schöner als an anderen Orten, wo die Mittelaltermärkte oft einfach auf Wiesen abgehalten werden", freute sich die Familie. Im kommenden Jahr würden sie auch gerne dabei sein, dann aber mit ihrem Stand "Vom Flachs zum Leinen" und haben sich bereits beworben. "Wir sind regelmäßig auf Mittelaltermärkten und übernachten dort auch, das ist für uns und unsere Kinder ein großes Vergnügen", so Sabine Keuchel.
Genießen konnten sie ein vielfältiges Programm mit Tanz und Vorführungen und für die kleinen Gäste hatte die Märchenerzählerin viele spannende Geschichten aus einer fernen Zeit parat - ein gewohnt faszinierender Aufbruch, der ein bisschen diese andere, frühere Welt widerspiegelte.

Die mittelalterliche "Motte" von Lütjenburg

 

SHZ - AktivRegion 21, 17.August 10

"Vor etwa sieben Jahren haben wir mit dem Bau der Turmhügelburg begonnen", erzählt Hartmut Eller, der als Vorsitzender des Fördervereins von Anfang an dabei ist, oder besser, mit ein paar Gleichgesinnten die Rekonstruktion der mittelalterlichen Anlage überhaupt erst angeschoben hat. "Fertig sind wir aber noch immer nicht", setzt er hinzu, "aber sehen lassen kann sich die Burganlage schon längst."
Und das diese Behauptung stimmt ist leicht zu erkennen, denn nicht nur die Burg, eine so genannte "Chateau a motte" im Zentrum der Anlage ist fertig, sondern ebenfalls eine Vielzahl von Häusern, die ebenfalls einst zu einem solchen Adelssitz gehörten.
Tatsächlich stand an dem Platz ursprünglich keine "Motte", aber, so Hartmut Eller, "in der Gegend rund um Lütjenburg wurden bislang zwölf Stück gezählt, einst existierten in Schleswig-Holstein sogar rund einhundert dieser Adelssitze."
Im Zentrum der "Motten" stand jeweils die Burg selber, eng umschlungen von einem Wassergraben, waren die bis auf ganz wenige Ausnahmen aus Holz erbaut. Rundherum standen das Wohnhaus der Adelsfamilie, Gesindehäuser, Schmiede, Werkstätten, Speicher und in vielen Fällen auch eine Kapelle. Und genau auf die sind die Lütjenburger besonders stolz. "Die Kapelle ist schon ein besonderes Schmuckstück", erzählt Klaus Dygutsch mit leuchtenden Augen, der als "Burgbaumeister" für Planung und gelungenen Wiederaufbau und authentische Rekonstruktion verantwortlich zeichnet.
Schon jetzt kommen viele Besucher regelmäßig nach Lütjenburg, um sich Burg und Anlage anzuschauen. Fachkundige Führungen für Kinder und Erwachsene geben gute Einblicke in das mittelalterliche Leben in einer Chateau a motte, und regelmäßig bewohnen auch Mitglieder mittelalterlicher Vereine die Anlage, leben dort für Tage oder Wochen in authentischer Kleidung und stellen mit zeitgemäßen Werkzeugen Haushalts- und Kultgegenstände des Mittelalters her.

Mit Unterstützung der AktivRegion Ostseeküste wird die Anlage demnächst um ein weiteres Element ergänzt. So soll eine Burgschänke errichtet werden, in der sich Besucher und Bewohner erfrischen können. "Na ja", so Hartmut Eller, "und nebenbei wird auch noch das Sanitärgebäude renoviert, denn das soll schon hochmodern sein."

sh:z/Flensburger Tageblatt/Text und Bild: Wolfgang Henze vom 17.08.2010

Wie im Mittelalter
Foto: Peter Braune

Ostholsteiner Zeitung, 14.August 10

Seit Jahren schon haben Christina Mehler und Ulf Hochgraeber aus dem Stormarner Land ein Faible für das mittelalterliche Leben. Sie haben häufig Wochenenden auf dem Gelände der Turmhügelburg in Lütjenburg verbracht. Jetzt gaben sie sich dort das Jawort.
Für den Standesbeamten Jens Löptien war dieser Wunsch nicht ungewöhnlich. Schließlich tauscht er etwa zwei- bis dreimal jährlich das Trauzimmer des Amtes Lütjenburg im historischen Färberhaus am Lütjenburger Marktplatz gegen die "Filiale" im Ritterhaus der mittelalterlichen Burganlage im Nienthal. Dabei übt er das Amt der Eheschließung allerdings stets "in Zivil", das heißt akkurat im Anzug mit Krawatte aus.
"Wir möchten keinen Zweifel daran aufkommen lassen, dass es sich auch bei einer Trauung im Bereich der Turmhügelburg nicht um Klamauk handelt. Deshalb kommt ein Auftritt des Standesbeamten in Gewandung gar nicht infrage", hatte bereits der Vorsitzende des Fördervereins, Hartmut Eller, betont. Er hatte als Hausherr Graf Eberhard von Bodendieck gemeinsam mit Vorstandsmitglied und "Burgbaumeister" Klaus Dygutsch die Festgesellschaft willkommen geheißen.
Erfreut zeigte er sich vor allem darüber, dass Verwandte und Freunde ausnahmslos dem Wunsch des Brautpaares gefolgt waren und ebenfalls in mittelalterlichen Gewändern gekommen waren. Kurzfristig musste da eben die Garderobe eines Kostümverleihs aushelfen.

Zahlreiche Besuche bei der "Mittelalterey"
Fotos: Anne Gothsch

 

 

Kieler Nachrichten, 18.Juli 10

Graf Eberhard von Bodendiek, alias "Burgherr" Hartmut Eller, zeigte sich sehr zufrieden mit den zahlreichen Besuchern, die seiner Einladung zur "Mittelalterey" auf dem Gelände der Turmhügelburg am Wochenende gefolgt waren. Fasziniert vom bunten Treiben rund um die etwa 120 Zelte der verschiedensten Mittelaltergruppen freute er sich über all die dargebotene Kurzweil, die Musik und die schönen Kleider der Ritter und Edelleute. Auch zahlreiche Besucher, vor allem Kinder, hatten sich extra passend in Schale geworfen und tobten als kleine Wikinger, Ritter oder Burgfräuleins über das weiträumige Gelände.
Mittelaltergruppen aus dem norddeutschen Raum, aber auch aus Berlin, Leipzig sowie aus Polen, hatten im Nienthal ihre Zelte aufgeschlagen, um Einblicke in das Leben und die Handwerkskunst des Mittelalters zu geben. Vielfach konnten die großen und kleinen Besucher selbst aktiv werden, zum Beispiel beim Bogenschießen, Speerwerfen, beim Töpfern oder Schmieden.
Nach alten Rezepten wurden im historischen Lehmbackofen "Ritterlaibe" und Fladenbrote auf dem heißen Stein gebacken und verkauft. Großer Beliebtheit erfreute sich auch der dunkle Gerstentrunk, der in der Taverne in zünftigen Tonkrügen ausgeschenkt wurde.
Stets dicht umlagert war zudem die "Süßkram-Krämerey" von Elke Hoyer aus Hannover, die mit ihrer Freundin Kirstin weißen Nougat, Butter-, Sahne- oder Whiskeykaramell sowie kandierte Früchte und "Fruchtleder" in verschiedenen Geschmacksrichtungen feilbot.
Interessiert verfolgten die Zuschauer eine kleine Modenschau nach Mittelalterart. Mit viel Applaus wurden die verschiedenen Musikgruppen bei ihren Auftritten mit historischen Instrumenten und eingängigen Liedern bedacht, darunter auch die Gruppe "Satolstelamanderfanz", die erstmals in Lütjenburg aufspielte und gemeinsam mit den in glitzernde und schwingende Gewänder gehüllten orientalischen Tänzerinnen des "Sarazenenstammes Ardea Benu" das Publikum regelrecht begeisterte.

Turmhügelburg im Miniatur-Format
Foto: Peter Braune

Ostholsteiner Zeitung, 25.Juni 10

Joseph Busack und Oliver Balzer haben als Projekt der Lütjenburger Realschule die mittelalterliche Turmhügelburg im Maßstab 1:50 nachgebaut und es als Dauerleihgabe dem Förderverein geschenkt. Dessen Vorsitzender Hartmut Eller und Vorstandskollege Manfred Krücke können das wertvolle Stück im Augenblick noch nicht in der Anlage präsentieren. Deshalb zeigten sie sich froh über das Angebot der Hoh-wachter Bucht-Geschäftsführerin Grit Wenzel, es während der Saison in der Tourist-Information Lütjenburg aufzustellen. Ergänzt wird das Exponat, für das die Schüler übrigens die Note eins bekamen, noch durch ein Schwert und einen Schild, die ebenfalls im Rahmen der Projektarbeit von den beiden Neuntklässlern hergestellt wurde. Insgesamt hatten die jungen Bauherren mehr als 200 Arbeitsstunden aufgewendet. Schließlich galt es, möglichst viele Details der Turmhügelburg und der Gebäude im Nienthal aufzunehmen und dann auf der 80 x 120 Zentimeter großen Platte im Miniformat nachzubauen. Als Materialien wurden Wäscheklammem und Schaschlikspieße ebenso verwendet wie Strohhalme und Moos.

Wikinger lockten über Pfingsten Tausende zur Turmhügelburg

OSTHOLSTEINER ANZEIGER, 26.Mai 10

"Wo ist denn nun Wickie?", fragte der sechsjährige Tobias seine Eltern. "Der ist nicht hier. Dafür sind ganz andere Wikinger da", gaben Mama und Papa dem Hamburger Stepke zur Antwort. Ganz viele - das war ganz sicher keine Übertreibung.
Denn auf dem inzwischen zur Tradition gewordenen Wikingerlager zu Pfingsten meldete der Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde der mittelalterlichen Burg in Lütjenburg , Hartmut Eller, alias "Burgherr Eberhard von Bodendiek" gut 100 Zelte auf dem Veranstaltungsgelände. Vor allem die Kinder kamen auf ihre Kosten. Zwar mussten sie auf Wickie verzichten. Doch dafür wurden sie entschädigt. An fast jedem der gut 100 Zelte schauten sie Handwerkern bei der Herstellung von Kleidung oder Schmuck über die Schulter.
Wer wollte, konnte sich auf dem Markt mit den hergestellten Erzeugnissen stilecht einkleiden. Selbst Kettenhemden waren zu erstehen. Stilechte Gewandung gehörte für die Betreiber der Zelte dazu. Wer sich mehr auf das Kulinarische konzentrieren wollte, kam ebenfalls auf seine Kosten. Wer wollte, konnte Räuchereier probieren. Die Mehrzahl der Besucher zog es jedoch zum Bratwurststand oder zu den Fladenbroten, die in verschiedenen Variationen feilgeboten wurden. Wer sein handwerkliches Geschick ausprobieren wollte, der konnte selber Schnitzen oder sich in der Schmiedekunst probieren. Zu sehen gab es neben Webern, Filzern, Glasperlendrehern, Bronze- und Zinngießern auch Korbflechter.
"Von Mal zu Mal werden es mehr Zelte", freute sich Hartmut Eller ob der Resonanz. Bestärkt wurde er von Tausenden Besuchern, die vor allem am Pfingstsonntag das inmitten von Rapsfeldern liegende Gelände regelrecht einnahmen. Schon jetzt beginnen bei Eller und seinen Mitstreitern die Vorbereitungen für das kommende Wikingerlager 2011. "Wir überlegen schon mal, welche Musik wir buchen. Die restlichen Aussteller kommen von selbst", so Eller.

Bogenschützen und Mittelalterweisen

   

Ostholsteiner Zeitung, 25.Mai 10

Wikinger-Lager im Nienthal entführte Besucher in die Geschichte

Mit Lanzen, Hieb- und Stichwaffen gingen die rauen Nordmänner aufeinander los. Spektakuläre Schaukämpfe wurden den Zuschauern beim Wikinger-Lager am Pfingstwochenende in Lütjenburg geboten.
Dass ein gestohlener Teddybär Auslöser für die anschließenden Kampf Szenen ist, zeigt, dass die Akteure mit dem nötigen Spaß bei der Sache sind. Neben der Action auf dem Schlachtfeld wurde den Besuchern des Spektakels an der Turmhügelburg aber noch jede Menge mehr Programm geboten. Da galoppierten etwa berittene Bogenschützen über die Reitbahn, trieb eine Schäferin mit ihrem Border-Collie eine Schafherde vor sich her. Musiker trugen auf mittelalterlichen Instrumenten ihre Weisen vor, zu Füßen der Burg wurde gebacken, vor vielen Zelten zudem geschnitzt, geflochten, gefilzt. Und neben der Präsentation handwerklicher Produkte, Waffenkunde und Burgführungen gab es auch allerlei Mitmachaktionen vom Speerwerfen bis zum spaßigen Säckeschlagen auf dem hölzernen Thorkel-Drachen.
Der Bummel über das weitläufige Gelände hatte einiges zu bieten. Zahlreiche Wikinger- und Mittelalter-Gruppen waren dem Aufruf der Freunde der Turmhügelburg gefolgt und hatten etwa 100 Zelte aufgeschlagen. Lagerleben pur in seiner ursprünglichen Art mit Arbeit, Spiel und Handel. "Wir wollen wie alle anderen einfach Geschichte zeigen", sagt Ilke Witthohn von der Gruppe "Nordic Stalking" aus Dithmarschen während des Mittagsmahls am Feuer. Dieser Ursprungsgedanke macht auch den Erfolg des Wikinger-Lagers von Nienthal aus, eine der mittlerweile größten Veranstaltungen dieser Art in Norddeutschland. Den traditionellen Wettstreit um das "Ehrbare Lütjenburger Schwert", ein Dreikampf mit Axt, Speer und Bogen entschied diesmal Jörg Hamann aus Uphusum für sich. Burgherr Eberhard von Bodendiek alias Hartmut Eller von den Turmhügelburg-Freunden überreichte ihm als Siegertrophäe eine handgeschmiedete Klinge. Beim Wikingernachwuchs hatte Christian Seubelt die Nase vorn.

Turmhügelburg Lütjenburg startet in die Saison

Lütjenburger Kurier, 06.Mai 10

Im Nienthal von Lütjenburg an der mittelalterlichen Burg geht es wieder richtig los: Jeden Mittwoch, Samstag und Sonntag jeweils um 15:00 Uhr werden seit 01. Mai Führungen durch die mittelalterliche Burganlage angeboten, bei denen neben einem Ausflug in die Geschichte auch alle Gebäude erläutert werden.
Weitere Führungen außerhalb dieser Termine können jederzeit bei Frau Mandy Baer, Tel: 04381 – 918847 oder per e-mail: turmhuegelburg@freenet.de gebucht werden.
Die nächste große Veranstaltung wirft auch schon ihre Schatten voraus: am 22./23. Mai (Pfingstsamstag/-sonntag) findet das große Wikingerlager mit vielen Attraktionen an der Burg statt. Höhepunkt wird wieder der Wettkampf um das "Ehrbare Lütjenburger Schwert" sein.
Fast den ganzen Sommer über wird die Burg in diesem Jahr durch Mittelaltergruppen aus ganz Deutschland belebt sein. Die Gruppen wohnen in den Gebäuden, sie arbeiten, handwerken, kämpfen, essen und schlafen dort. Der Besucher erlebt so das Mittelalter aus erster Hand und erhält dabei viele Erläuterungen.
Auch der Ausbau der Burganlage geht weiter: auf dem Programm stehen zunächst für dieses Jahr der Bau eines großen Geräteschuppens und der Umbau/Erweiterung des Toiletten und Sanitärtraktes am Eingang.

Wikinger laden zum Thing

04.Mai 10

Der Ruf " Die Wikinger kommen" schallt laut vom hölzernen Turm der Turmhügelburg im Lütjenburger Nienthal.

Zum friedlichen Wettstreit um das "Ehrbare Lütjenburger Schwert" treffen sich die rauen Nordmänner auch dieses Jahr wieder zu Pfingsten auf Einladung des Burgherren Eberhard von Bodendiek an seiner Burg. Am 22. und 23. Mai jeweils von 10:00 – 18:00 Uhr ist das Lager geöffnet, eine der größten Wikingerveranstaltungen in ganz Norddeutschland.
Erneut werden etwa 80 Zelte von Sippen aus dem ganzen norddeutschen Raum auf der Wiese stehen. Die Nordmänner zeigen den Besuchern nicht nur ihr Können im Schwertkampf, Bogenschießen und Axtwerfen; vielmehr wird an den vielen Ständen deutlich, welch gute Handwerker und Händler die Wikinger und ihre Frauen waren.
Vom Weben, Filzen, Naalbinding über Specksteinbearbeitung, Bronze und Zinn gießen, Korbflechten, Glasperlen drehen, Bau von Messern, Bögen, Pfeilen und Kettenhemden wird alles auf der Wiese zu sehen sein. Waffen und Ausrüstung der Wikinger werden den Besuchern vorgeführt und jeder kann Lederarbeiten, Schmuck , Holzschnitzereien und viele andere Gebrauchsgegenstände – auch Messer und Waffen – bei den Händlern erwerben.
Berittene Bogenschützen werden ihre Treffsicherheit von gallopierenden Pferden aus unter Beweis stellen. Musiker der Gruppe "Wortsatia" werden mit ihren Weisen auf mittelalterlichen Instrumenten Ohren und Augen der Besucher und Burgbewohner erfreuen, und natürlich werden Kämpfe der rauen Wikinger kleine und große Fans begeistern.
Viele Mitmach-Aktionen gerade für Kinder wie Schmieden, Axt- und Speerwerfen, Bogenschießen, Stockbrotbacken, den Tjostdrachen Thorkel und das Wikinger-Puppentheater haben die Wikinger mitgebracht.
Leckere mittelalterliche Speisen und Getränke an der Burgschenke warten ebenso auf die Besucher wie das leckere Burgbrot "Ritterlaib" aus dem großen Lehmbackofen, das täglich zwei Mal gebacken und verkauft wird.
Höhepunkt ist aber – wie jedes Jahr - der Wettkampf der besten Nordmänner um das "Ehrbare Lütjenburger Schwert", ein Dreikampf mit Axt, Speer und Bogen. Der Wanderpreis wird am Pfingstsamstag 2010 zum 6. Mal vergeben, der Sieger darf neben dem Titel ein handgeschmiedetes Messer mit nach Hause nehmen.
Wie schon in den vergangenen Jahren wartet ein prall gefülltes Programm mit vielen Höhepunkten auf Alt und Jung, nahezu stündlich wechseln sich Vorführungen ab.
Der Förderverein wird auch 2010 wieder um ein "Burgopfer" von 4,00 € bei Erwachsenen und 2,00 € von Kindern über 12 Jahren bitten.
Mit diesem Geld soll der Bau der Burg weiter vorangetrieben/finanziert und die Ausstattung der Gebäude vervollständigt werden. Auch die Erlöse aus dem Getränkestand und Kuchenverkauf fließen in diesen Topf.
Die Parkplätze auf der Großen Fläche im Gewerbegebiet Bunendorp sind ausgeschildert und – wie bisher – kostenlos.

Turmhügelburg weiß auch Russen zu begeistern

 

Ostholsteiner Zeitung, 13.Februar 10

Delegation der Akademie der Wissenschaften auf Exkursion

Die Rekonstruktion einer Burganlage im Lütjenburger Nienthal ist nicht nur eine touristische Attraktion, sondern sie imponiert auch Experten auf dem Gebiet der Vor- und Frühgeschichte. Das bekam Hartmut Eller am Freitag aus berufenem Mund bestätigt.
Der Vorsitzende des Fördervereins - diesmal nicht in der Gewandung des Burgherrn Eberhard von Bodendiek -stellte das am Stadtrand innerhalb der vergangenen Jahre stückweise ausgebaute Mittelalterzentrum einer Gruppe deutscher und russischer Archäologen vor. Eingeladen zu der Exkursion im Rahmen des "Wiskiauten-Projektes" hatte der Direktor des Archäologischen Landesamtes Schleswig-Holstein, Professor Claus von Carnap-Bornheim, seinen Moskauer Amtskollegen, Professor Nikolaus Makarov. Der Leiter des Archäologischen Institutes der Russischen Akademie der Wissenschaften hatte fünf Mitarbeiter auf diese Exkursion mitgenommen, die nach dem Zwischenstopp in Lütjenburg weiter führte nach Oldenburg und Lübeck.
Das "Wiskiauten-Projekt" wurde 2005 begonnen und gemeinsam von deutschen und russischen Archäologen betreut. Bei diesem Forschungsvorhaben rund um das Gräberfeld von Wiskiauten aus der Wikingerzeit geht es um Grabungen und den Datenvergleich frühmittelalterlicher Siedlungskammern im Kaliningrader Raum und in Westrussland. Die Besucher zeigten sich begeistert von dem Projekt am Lütjenburger Stadtrand. Es zeige einen Rittersitz, der so einmal ausgesehen haben könnte, betonte Hartmut Eller. Nachweise der aus Holz gefertigten Turmhügelburgen gebe es natürlich nirgends. Er stellte auch klar, dass an diesem Standort keine Burganlage gestanden habe, aber das Gelände hätte sich dafür perfekt geeignet.

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