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Archiv 2006

„Die Turmhügelburganlage soll weiter wachsen"

01. Dezember 2006

Förderverein erhielt Spende in Höhe von 5000 Euro - Trotz Skepsis Projekt realisiert

Der finanzielle Grundstock für den Bau einer Kapelle zur Vervollständigung der Turmhügelburganlage im Lütjenburger Nienthal ist gelegt. Der Förderverein wurde am Donnerstag mit einer Summe von 5000 Euro von der „Richard Anders Kultur- und Denkmalstiftung" bedacht.

Die Entscheidung, die Lütjenburger „Burgherren" für ihre engagierte Arbeit mit dem jährlich vergebenen Preis auszuzeichnen, hätten Stiftungsrat und -vorstand in einer gemeinsamen Sitzung beschlossen, teilte Richard Anders im Rahmen einer Feierstunde mit. Mit der Rekonstruktion einer mittelalterlichen Burganlage entstehe am Stadtrand Lütjenburgs ein Anziehungspunkt, der erheblich zur touristischen Aufwertung der gesamten Region beitrage und die Wirtschaft der Stadt und ihres weiten Umlandes stärke, lobte der Stiftungsgeber.
Richard Anders zeigte sich zuversichtlich, dass auch das von ihm initiierte Erlebniszentrum „Mensch, Energie und Natur" in der großen Nienthaler Auffahrtscheune realisiert werde und zusammen mit der Turmhügelburg und dem Eiszeitmuseum in der kleinen Scheune Richtung weisend sein werde in Kultureller Hinsicht und ein positives Beispiel für die Stärkung einer wirtschaftlich schwachen Region. Der Vorsitzende des Fördervereins, Hartmut Eller, hatte seine Vorstandskollegen Klaus Dygutsch, Manfred Krücke und Jörg Wilhelmy mitgebracht. Der Verein sei stolz darauf, ein Projekt trotz politischer Widerstände und vieler Skeptiker realisiert zu haben.
„Die Turmhügelburganlage soll noch weiter wachsen und ein lebendiges Museum sein. Deshalb legen wir auch großen Wert auf möglichst authentische Rekonstruktion der Gebäude und die Anwendung alter Handwerkstechniken."
Als Dank für die Spende versprach Eller, Richard Anders zum Paten der Kapelle zu ernennen. Immerhin habe der Unternehmer als langjähriger Kirchenvorsteher und Synodaler schon viel für die Kirche getan.

Turmhügelburg wächst weiter Schritt für Schritt

Kieler Nachrichten , 01. November 2006

Auch der vierte Bauabschnitt ist finanziell gesichert

Die Verantwortlichen der „Gesellschaft der Freunde der mittelalterlichen Burg in Lütjenburg" können beruhigt den vierten Bauabschnitt für die Turmhügelhurg im Nienthal bei Lütjenburg angehen. Der Bau der noch ausstehenden Wirtschaftsgebäude, von Kapelle und Brunnen in der Vorburg der Turmhügelburg werden auch ab 2007 finanziell gefördert.

Im Rahmen einer Besichtigung des Objekts vor den Toren Lütjenburgs am Ende der EU-Förderperiode 2000 bis 2006 stellte der Referatsleiter „Integrierte ländliche Entwicklung" im Kieler Landwirtschaftsministerium, Hermann-Josef Thoben, die Förderung des Baus aus dem schleswig-holsteinischen Zukunftsprogramm „Ländlicher Raum" in Aussicht. Die Mittel stammen aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung ländlicher Räume (ELER)" und gelten für die Förderperiode 2007 bis 2013.
Thoben bezeichnete die Umsetzung des Projekts in öffentlich-privater Partnerschaft zwischen der Stadt Lütjenburg und der „Gesellschaft der Freunde der Turmhügelburg" als beispielhaft. Es sei als „Leitprojekt", das heißt Projekt mit regionaler Ausstrahlung - mit Resonanz bei Veranstaltungen, als Anziehungspunkt für Touristen, als attraktive Alternative zum Strandleben und zur Stärkung des Tourismus als Wirtschaftsfaktor in der Region - in Folge der zuvor durchgeführten „Ländlichen Struktur- und Entwicklungsanalyse verwirklicht worden. Bei bisherigen Gesamtkosten in Höhe von 735.000 Euro wurde das Projekt mit 346.000 Euro aus EU-Mitteln gefördert. Der Rest kam durch Sponsorengelder und Sachspenden zusammen.
Die Vorsitzende der „Europa-Union im Kreis Plön", Dr. Ilse Dygutsch-Lorenz, die zur Veranstaltung „Europa fördert" nach Nienthal eingeladen hatte, hob bei dieser Gelegenheit die jetzt schon sichtbar gewordene Bedeutung des Projektes für den Lütjenburger Raum hervor, die aus kontinuierlich steigenden Besucherzahlen, einem spektakulären Event „wie der mittelalterlichen Hochzeit eines eigens hierzu aus dem Allgäu angereisten Brautpaares" sowie regelmäßigen Führungen abzulesen sei.
Dygutsch-Lorenz: „Das Projekt interessiert, es macht, was die einzelnen Bauphasen anbelangt, kontinuierlich Fortschritte, wartet mit bautechnischen Überraschungen, da am historischen Vorbild orientierten Lösungen, auf. Kurz: Es erfreut sich eines hohen Grades an Aufmerksamkeit und Zustimmung." Um auch der Öffentlichkeit deutlich zu machen, dass Europa von Deutschland nicht nur Geld „kassiert", sondern auch Entwicklungen fördert, wurde am Eingang zur Burganlage eine Informationswand enthüllt, die die Unterstützung durch EU-Mittel kenntlich macht und die Sponsoren benennt, die bisher mit ihren Spenden einen Beitrag zur Rekonstruktion der Burganlage geleistet haben.

Bürgerpreis für die Lütjenburger Turmhügelburg

31.Oktober 2006

Der Preis der Initiative „für mich, für uns, für alle“ wurde zum dritten Mal vergeben und hatte in diesem Jahr den thematischen Schwerpunkt „Kultur verbindet“. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert.

Den Bürgerpreis hat der Deutsche Bundestag in Zusammenarbeit mit den kommunalen Landesverbänden und den Sparkassen ausgelobt. Er wird zunächst dezentral in den Kreisen und kreisfreien Städten durchgeführt und mündet dann in einem Bundesentscheid Anfang Dezember. Der Landessieger, für den sich nun der Förderverein der Turmhügelburg qualifiziert hat, wird am 3. November im Rahmen des „Tages der Initiativen des Sozialausschusses des Landtages“ bekannt gegeben. „Ausgezeichnet werden Menschen, die nach dem Motto verfahren für mich, für uns, für alle“, sagte Gebel in seiner Würdigung. Das ehrenamtliche Engagement soll nicht nur einem selbst Freude bereiten, sondern auch der Gemeinschaft nützen. Die Preise werden von der Sparkasse gestiftet. „Die Menschen, die sich in der Gesellschaft für die Turmhügelburg engagieren, sind deshalb ausgezeichnet worden, weil sie zum einen auf wirklich wunderbare, anschauliche Weise jungen Menschen Geschichte nahe bringen, Geschichte als einen wesentlichen Bestandteil unserer Kultur“, so Gebel in seiner Laudatio weiter. Dieses ehrenamtliche Engagement trage sehr viel auch zur Pflege der Kultur in der Gemeinschaft bei und fördere den Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher Generationen. Ganz neben bei sei damit eine weitere Attraktion für den Tourismus in Lütjenburg geschaffen worden. Für die Turmhügelburg ist es bereits die 2. Ehrung innerhalb nur weniger Tage. Das Archäologische Landesamt in Schleswig hat dem Baumeister der Turmhügelburg, den Preetzer Ingenieur Klaus Dygutsch, als Planer und Bauleiter mit der „goldenen Schaufel“ geehrt. Er habe mit großer Sachkenntnis für die Authentizität des Baus gesorgt, seit er 2002 die mittelalterliche Wehranlage aus dem ausgehenden 13. Jahrhundert wieder erstehen ließ. Diese Ehrung kommt praktisch einem „TüV-Stempel“ für die historisch korrekte Bauweise dieser in Deutschland einzigartigen mittelalterlichen Anlage gleich.

„Goldene Schaufel" gleich dreimal verliehen

Kieler Nachrichten, 30.Oktober 2006

Außergewöhnliches Engagement wurde am „Tag der Archäologie" ebenso gewürdigt: Gleich dreimal verlieh das Archäologische Landesamt die „Goldene Schaufel". Prof. Michael Müller-Wille begann 1965 als Assistent am Institut für Ur- und Frühgeschichte und wurde 1975 zum außerplanmäßigen Professor ernannt. 1981 erfolgte die Berufung auf einen ordentlichen Lehrstuhl in Kiel. „Seine wissenschaftlichen Erkenntnisse und sein persönliches Engagement waren und sind Motor und Ansporn für die Forschungsarbeit des Archäologischen Landesamtes", würdigte Prof. Claus von Carnap-Bornheim.
Dr. Klaus-Christoph Baumgarten aus Bad Oldesloe vermehrte durch fachgerechte Fundbergungen an Baustellen und Kiesgruben die Kartei des Landesamtes und setzte sich seit Mitte der 70er Jahre für die Wiedererrichtung des Heimatmuseums in Bad Oldesloe ein und leitet es seit 1977. „Das Museum ist mittlerweile sein zweites Zuhause, viele Stunden verbringt er bei der Inventarisation und Präsentation des Fundbestandes", sagte von Carnap-Bornheim.
Diplomingenieur Klaus Dygutsch aus Preetz wirkte als Planer und Bauleiter bei der Turmhügelburg von Lütjenburg mit und sorgte für Authentizität aller Bauteile, die er seit 2002 zu einer Burg vom Typ Chateau a motte des ausgehenden 13. Jahrhundert zusammenfügte. 30 000 Besucher haben allein 2005 das Gelände besucht.

Europa fördert

Lütjenburger Kurier, 26. Oktober 2006

Das Projekt der Rekonstruktion einer mittelalterlichen Turmhügelburg im Nienthal von Lütjenburg, dessen Realisierung ohne die Fördermittel der EU im Rahmen europäischer Regionalpolitik nicht möglich gewesen wäre, wird in der Öffentlichkeit mit großem Interesse verfolgt. Als regionales Leitprojekt des Förderprogramms „Zukunft auf dem Lande“ des Landes Schleswig-Holstein ist der Bau Burganlage als ein Beitrag zur ländlichen Entwicklung in der Region ausgewiesen, festzumachen an den Folgewirkungen auf Infrastruktur, Tourismusförderung und das Interesse der Bürger an Heimatgeschichte und regionaler Kultur.
Der vierte Bauabschnitt, der u.a. die Rekonstruktion des Wirtschaftsgebäudes des Ritters sowie einer mittelalterlichen Kapelle umfassen soll, steht bevor. Anlass genug für den Kreisverband Plön der Europa-Union, Mitglieder und andere Interessierte zu einem Informationsgespräch mit Hermann-Josef Thoben vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume sowie Thomas Kolz vom Amt für ländliche Räume Kiel über Fragen der Finanzierung, Förderbedingungen und Förderpraxis einzuladen, gekoppelt mit einer Führung durch die Burganlage und der Enthüllung einer Informationstafel, die die Förderung durch EU-Mittel ausweist und die Sponsoren benennt. Die Resonanz auf dieses Angebot war beachtlich, was nicht zuletzt das Interesse an dem Projekt der belegt.
Rund 735.000 hat die Rekonstruktion der Turmhügelburg im Verlauf von bisher drei Bauabschnitten gekostet; darin enthalten sind 50 Prozent an Kofinanzierungsmitteln in Form von Sponsorengeldern und Sachspenden, einzuwerben durch die „Gesellschaft der Freunde der mittelalterlichen Burg in Lütjenburg eV.“. Als Betreiberin der Anlage und Pächterin des Geländes ist der Burgenverein Teil der öffentlich-privaten Partnerschaft mit der Stadt Lütjenburg, die den Part der kommunalen Antragstellerin und Zuwendungsempfängerin der Fördergelder wahrnimmt. Um die 50prozentige Anteilfinanzierung aus EU-Mitteln, die diese Konstruktion ermöglicht, in Anspruch nehmen zu können, bedarf es mithin eines erheblichen bürgerlichen Engagements für die Sache − dies sowohl auf Seiten der Wirtschaft, sozialer Institutionen und von Privatpersonen der Region, d.h. der Sponsoren, als nicht zuletzt auch auf Seiten der Mitglieder des privaten Fördervereins. Auch die Finanzierung des vierten Bauabschnitts ist auf dieses Engagement angewiesen, dessen Förderung aus Mitteln der Europäischen Union nach Feststellung von Thoben auch in der neuen EU-Förderperiode, dann im Rahmen des neu konzipierten „Zukunftsprogramms Ländlicher Raum“, als sicher anzusehen ist.

„Gar nichts ist sicher!"

Kieler Nachrichten,, 25. Oktober 2006

Betr.: „Turmhügelburg: Finanziell sichere Zukunft", Ostholsteiner Zeitung vom 18. Oktober

Leserinnen und Leser des Berichts über die letzte Veranstaltung des Turmhügelburgvereins Nienthal könnten aufgrund des Artikels meinen, dass der Weiterbau der Turmhügelburg problemlos weitergeht. Ganz so einfach ist die Sache nicht, denn im Bericht wird nicht ausdrücklich genug betont, dass die weitere Finanzierung insbesondere durch EG-Mittel entscheidend davon abhängt, wie viel Geld der Turmhügelverein selber beiträgt. Das bedeutet konkret, dass für jeden Euro aus Brüssel auch ein Euro vom Verein selber aufgebracht werden muss! Und nur, weil das in der Vergangenheit so gut - wenn auch mit Mühe und großem Aufwand - geklappt hat, heißt das noch lange nicht, dass das auch künftig so bleiben wird. Insofern ist überhaupt nichts sicher ... Hans-Wilhelm Scheel, Darry

Finanziell sichere Zukunft

Kieler Nachrichten − Ostholsteiner Zeitung, 18.Oktober 2006

Über die Finanzierung des 4. Bauabschnittes auf dem Lütjenburger Turmhügelburggelände braucht sich der Förderverein keine Sorgen zu machen. Eine Aufnahme in das Landes-Zukunftsprogramm „Ländlicher Raum” und damit die weitere Förderung aus Mitteln der Europäischen Union gilt als sicher.
Das bestätigte Hermann-Josef Thoben vom Ministerium für ländliche Räume bei einem Besuch im Nienthal. Die „Strukturwirksamkeit” des Projektes „Rekonstruktion einer mittelalterlichen Turmhügelburg und einer Vorburg” sei längst anerkannt worden, so dass einer weiteren Förderung von 2007 bis 2013 grundsätzlich nichts im Wege stehe.Vorgesehen sei der Bau eines Wirtschaftsgebäudes, einer Kapelle und eines Brunnens.
Auf Einladung der Kreisvorsitzenden der Europa-Union, Dr. Ilse Dygutsch-Lorenz, rief er den zahlreichen Besuchern noch einmal die Entwicklung des „Leitprojektes” in Erinnerung, das bereits 2001 im Rahmen einer Ländlichen Struktur- und Entwicklungsanalyse (LSE) für die Stadt und einen Teil der Umlandgemeinden erarbeitet worden war.
Insgesamt habe die gesamte Maßnahme innerhalb der vergangenen vier Jahre 735 000 Euro gekostet, berichtete Ilse Dygutsch-Lorenz. Darin enthalten seien jeweils zur Hälfte EU-Fördermittel des Programms „Zukunft auf dem Lande” sowie Sponsorengelder und Sachmittel. Voraussetzung für die Realisierung des Turmhügelburgprojektes sei dabei eine öffentlich-private Partnerschaft gewesen: Die Stadt fungiere als als kommunale Antragstellerin und Empfängerin der Zuschüsse, und die Burgengesellschaft sei Pächterin des Geländes und Betreiberin der Anlage.
Im Anschluss an eine Führung wurde am Eingangsbereich eine Informationstafel enthüllt. Sie weist auf die Förderung durch EU-Mittel hin und führt auch die Sponsoren auf.

Turmhügelburg wird ausgebaut

Schaufenster, 13.September 2006

Staatssekretär übernimmt Patenschaft für Ritterwohnhaus

„Diese Anlage entwickelt sich zu einem Anziehungspunkt zum Nutzen der gesamten Region", lobte Staatssekretär Ernst Wilhelm Rabius, als er anlässlich des „Lütjenburger Aufbruchs" die Patenschaft für das neue Ritter-Wohnhaus übernahm.

Mit der Fertigstellung der Schmiede und auch des Backhauses geht nun der zweite Bauabschnitt an der Burg zu Ende. Für den noch ausstehenden dritten Bauabschnitt mit Wirtschaftsgebäude, Brunnen, Torportal und Feldstein-Kapelle sind noch einmal 175.000 Euro veranschlagt. „Wir werden versuchen, im Rahmen des neuen EU-Förderprogramms ab 2007 die erforderlichen Fördermittel bereitzustellen", kündigte Rabius an und wurde auch konkret: Vorgesehen ist eine EU-Förderung von 90.000 Euro. Den Rest muss der Förderverein wie schon in der Vergangenheit selbst aufbringen. Die rund 30 Mittelaltergruppen aus ganz Deutschland, die zum Lütjenburger Aufbruch ihre Zelte an der Burg aufgeschlagen hatten, vernahmen die Botschaft mehr als gerne. Es hat sich mittlerweile in Deutschland herumgesprochen, dass Lütjenburg eine feste Adresse für Lager und Märkte geworden ist. Mit Erstaunen und Freude registrierten viele, wie weit der Bau der Anlage schon fortgeschritten ist. „Das Backhaus ist praktisch fertig, wir warten nur darauf, dass der Lehm austrocknet", so der Vereinsvorsitzende Hartmut Eller, der als Burggraf Eberhard von Bodendiek praktisch Gastgeber war. „In der Schmiede stehen schon der neue Riesen-Blasebalg und ein alter Amboss, derzeit werden noch die Wände mit Lehm verstrichen. Und beim feudalen Ritter-Wohnhaus kann man zusehen, wie die Gefache ausgemauert werden, während die Zimmerleute schon das Dach decken".
Die Lagersaison ist zu Ende gegangen, und nun wird die „Gesellschaft der Freunde der mittelalterlichen Burg in Lütjenburg" den Freunden des Mittelalterlichen mit Vortragsveranstaltungen weiteres Wissen um unsere Vorfahren vermitteln. Der nächste Vortrag steht am Dienstag, dem 31. Oktober, um 19.30 Uhr im Restaurant „Bismarckturm" auf dem Programm. Der ehemalige Denkmalschutzbeauftragte des Kreises Plön, Dr. Henning Höppner, wird am „Beispiel von Wappen alter Familien in Schleswig-Holstein" eine „Einführung in Heraldik" geben.

Eine ganz besondere Hochzeit

Schaufenster, 06.September 2006

Das hat es bisher noch nicht gegeben: Zum ersten Mal in Norddeutschland wurde in der Turmhügelburg im Lütjenburger Nienthal ein Paar offiziell getraut - entsprechend gewandet in dieser Rekonstruktion der in Deutschland in seiner Art einzigartigen mittelalterlichen Wehranlage. Lütjenburgs Standesbeamter Jens Löptien vollzog die Trauung. „Die Turmhügelburg ist damit offiziell als Ort für Trauungen zugelassen", erklärte stolz „Burgherr" Hartmut Eller, der Vorsitzende der „Freunde und Förderer der Turmhügelburg zu Lütjenburg". Das frisch getraute Ehepaar Tina und Hans-Jürgen Hohn aus einem kleinen Dorf bei Kempten im Allgäu ist seit Jahren in der mittelalterlichen Szene verwurzelt. Im vergangenen Jahr waren beide erstmals zu Gast bei einem Lager an der Turmhügelburg in Lütjenburg, und seitdem stand für sie der Entschluss fest: Geheiratet wird nur dort und nur mittelalterlich.
Nach der offiziellen Trauung drückte die Schwiegermutter der Braut nach altem Brauch den Reisigbesen in die Hand und forderte sie auf, die Diele zu fegen. Nachdem sie dies zu deren vollster Zufriedenheit erledigt und mit dem vom Vater gereichten brennenden Holzscheit das Herdfeuer entzündet hatte, übergab ihr Ehemann ihr den von ihm selbst geschmiedeten Schlüssel zum eigenen Haus. Den darf sie jetzt als Symbol ihres Standes am Gürtel tragen und damit zeigen, dass sie die Schlüsselgewalt über das Heim hat.

Munteres Lager- und Marktleben rund um die Burg

Kieler Nachrichten, 04.September 2006

„Lütjenburger Aufbruch“ bot Hunderten von Besuchern einen Einblick ins Mittelalter

„Erlebtes Mittelalter“: Der Name der Gruppe aus Kiel ist Programm. Den Alltag von Rittern und Wikingern, Gauklern und Musikern konnten Hunderte von Besuchern am Wochenende auf dem Gelände rund um die Turmhügelburg in Nienthal erleben.

Mehr als 30 Mittelalter-Gruppen aus ganz Deutschland sorgten für ein munteres Lager- und Marktleben mit Handel und allerlei Musik, mit Waffenschau, Schaukämpfen zu Pferde oder am Boden und vielen anderen Aktivitäten. Der „Lütjenburger Aufbruch“, zu dem der Turmhügelburg – Förderverein und die Wirtschaftsvereinigung eingeladen hatten, sollten an die Zeiten erinnern, in denen nach eingefahrener Ernte vor der kalten Jahreszeit noch einmal so richtig gefeiert wurde. Kein Wunder also, dass Vereinsvorsitzender Hartmut Eller in seiner Funktion als Burgherr „Eberhard von Bodendiek“ den Marktfrieden zu diesem dreitägigen Mittelalter – Spektakel ausrief, das am Freitagabend mit einem stimmungsvollen Umzug vom Marktplatz zum Burggelände begann.
Rund 80 Zelte wurden rund um die Turmhügelburg aufgeschlagen, deren Bewohner den Besuchern Einblick in das damalige Leben gewährten. So knüpfte Berit Kickel beispielweise an die Jahrtausend alte Handwerkskunst des Brettchenwebens an und fertigte Lesezeichen, Borten und Schlüsselbunde aus bunter Wolle. Nur wenige Meter entfernt führt „Rodenack von Isarnhoe“ interessierte Gäste auf einer abgesteckten Fläche in die Kunst des Axtwerfens ein. Und während zwei Musiker der Gruppe „Charivari“ neben einer offenen Feuerstelle aufspielten, zeigen Ritter zu Pferd einige Kampfhandlungen. Ein ganz normaler Mittelalter-Tag in Nienthal.
Dass es mit den Neubauten zu Füßen der Burg, der Schmiede etwa oder dem Ritter-Wohnhaus zügig voran geht, davon übrigens konnte sich ein kleiner Kreis geladener Gäste unter anderem mit Staatssekretär Ernst-Wilhelm Rabius und Kreispräsident Werner Kalinka bei einem Rundgang überzeugen. Bereits Ende September sollen sie fertig gestellt sein. Erfreut wurde von den Verantwortlichen des Turmhügelburg-Fördervereins zudem die Zusage von Rabius aufgenommen, dass auch noch die ausstehenden Bauten wie Kapelle und Burgtor weiterhin bezuschusst würden.

Turmhügelburg: "Lebendiges und spannendes Mittelalter" Staatssekretär Rabius stellt neue EU Mittel in Aussicht

03.September 2006

„Diese Anlage entwickelt sich zu einem Anziehungspunkt zum Nutzen der gesamten Region“, lobte Staatssekretär Ernst Wilhelm Rabius, als er anlässlich des „Lütjenburger Aufbruchs“ die Patenschaft für das neue Ritter-Wohnhaus übernahm. Mit der Fertigstellung der Schmiede und auch des Backhauses geht nun der zweite Bauabschnitt an der Burg zu Ende. Für den noch ausstehenden dritten Bauabschnitt mit Wirtschaftsgebäude, Brunnen, Torportal und Feldstein-Kapelle sind noch einmal rund 175 000 Euro veranschlagt. „Wir werden versuchen, im Rahmen des neuen EU-Förderprogramms ab 2007 die erforderlichen Fördermittel bereitzustellen“, kündigte Rabius an und wurde auch konkret: vorgesehen ist eine EU-Förderung von 90 000 Euro. Den Rest muss der Förderverein wie schon in der Vergangenheit selbst aufbringen.
Die rund 30 Mittelaltergruppen aus ganz Deutschland, die zum Lütjenburger Aufbruch ihre Zelte an der Burg aufgeschlagen hatten, vernahmen die Botschaft mehr als gerne. Es hat sich mittlerweile in Deutschland herumgesprochen, dass Lütjenburg eine feste Adresse für Lager und Märkte geworden ist. Mit Erstaunen und Freude registrierten viele, wie weit der Bau der Anlage schon fortgeschritten ist. „Das Backhaus ist praktisch fertig, wir warten nur darauf, dass der Lehm austrocknet“, so der Vereinsvorsitzende Hartmut Eller, der als Burggraf Eberhard von Bodendiek praktisch Gastgeber war. „In der Schmiede stehen schon der neue Riesen-Blasebalg und ein alter Amboss, derzeit werden noch die Wände mit Lehm verstrichen. Und beim feudalen Ritter Wohnhaus kann man zusehen, wie die Gefache ausgemauert werden, während die Zimmerleute schon das Dach decken“.
Viel buntes Treiben herrschte auch auf dem Markt, als der Lütjenburger Aufbruch am Freitag Abend begann. Trotz eines kräftigen Schauers kurz vorher waren viele Lütjenburger gekommen, um sich das bunte Spektakel anzusehen und zusammen unter den fröhlichen Klängen von „Charivari“ mit zur Burg zu ziehen. Dort brannte schon ein großes Lagerfeuer. In der Dämmerung wurden die Fackeln entfacht und die Hamburger Musikgruppe „Frölich Geschray“ spielt auf. Der Sonnabend gehörte dann ganz den Händlern, Rittern und Reitern. Wer sehen wollte, wie sich ein Tagesablauf im Mittelalter gestaltete, war beim „Verein Erlebtes Mittelalter Kiel“ im Wohn/Stallgebäude genau richtig. Denn dort wurde gekocht und gearbeitet wie zur alten Zeit. Nebenan in der Schmiede schürte Schmied Hansi Hohn das Feuer und beschlug Pferde. Vor der Tür drehte Reepschläger Matthias Oppitz seine Seile.
In einem großen Feldlager zeigten die Wikinger ihre Kunst – als Handwerker und Kämpfer. Hart zu ging es auch bei der Reiterei von Timetrotter, die eine eindrucksvolle Demonstration mit bewaffneten Reitern aus der Zeit der Salier des frühen Mittelalters boten. Auf einen Höhepunkt mussten die Besucher der Turmhügelburg leider verzichten: Wegen des am Sonntag Mittag einsetzenden Dauerregens konnten die Horus-Falken und der Adler nicht fliegen. Als Entschädigung werden die Falken dafür im nächsten Jahr sogar zweimal zu sehen sein. Als der Platz dann gegen 15 Uhr durch den Regen praktisch unpassierbar wurde, musste der Verein sogar alle weiteren Aktivitäten absagen und das Lager vorzeitig beenden. Die trotz des Regens gekommenen Besucher zeigten Verständnis – und bummelten dann gut gelaunt unter dem Regenschirm über den Platz.

Zweiter Abschnitt der Turmhügelburg eingeweiht

Lübecker Nachrichten, 02. September 2006

Ein lebendiges Stück Mittelalter entsteht im Kreis Plön neu: Bereits der zweite Bauabschnitt mit Backhaus, Schmiede und Wohnhaus einer so genannten Turmhügelburg wurde heute (2. September) in Lütjenburg eingeweiht.
Die vor einigen Jahren geborene Idee zur Rekonstruktion dieser mittelalterlichen Anlage entwickelt sich zu einem Anziehungspunkt zum Nutzen der gesamten Region", sagte aus diesem Anlass Ernst-Wilhelm Rabius, Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, der auch die Patenschaft für das neue Wohnhaus übernahm.
Die Rekonstruktion einer Turmhügelburg stellt eine große Herausforderung für Historiker und Archäologen dar. Im Rahmen der Ländlichen Struktur- und Entwicklungsanalyse (LSE) für die Stadt Lütjenburg und die Gemeinden des Amtes Lütjenburg-Land wurde diese Idee aufgegriffen. Seit einigen Jahren wird sie schrittweise nach historischen Vorbildern durch kompetente und kreative Zimmerleute realisiert. Unterstützt wird dies durch Mittel der Europäischen Union und der Arbeitsmarktförderung; die Betreuung des Projekts erfolgt unter anderem durch das Amt für ländliche Räume in Kiel und das Archäologische Landesamt. Allen dankte Staatssekretär Rabius ebenso wie der Gesellschaft der Freunde der mittelalterlichen Burg in Lütjenburg e.V., die während des gesamten Jahres attraktive Veranstaltungen mit vielen Rittern, Reitern, Händlern und musikalischer Begleitung organisiert und so dafür sorgt, dass das Projekt Turmhügelburg allen Altersgruppen eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit bietet. "Ich freue mich sehr über dieses bunte Angebot und darüber, dass dieses Vorhaben mittlerweile zu einer breit angelegten Bürgerbewegung in der Region geführt hat", sagte Rabius.
Für das Projekt wurden bislang insgesamt 700.000 Euro aufgewendet, von denen ca. 330.000 Euro über EU-Zuschüsse finanziert werden konnten. Für den noch ausstehenden dritten Bauabschnitt sind weitere 175.000 Euro veranschlagt, die Höhe der EU-Förderung ist dabei mit 90.000 Euro vorgesehen. "Wir werden versuchen, im Rahmen des neuen EU-Programms ab 2007 die erforderlichen Fördermittel bereitzustellen", versprach Ernst-Wilhelm Rabius, der zugleich dafür um Verständnis bat, dass es ihm trotz seiner Patenschaft für das Wohnhaus der Burg "kaum möglich sein wird, meine Funktion als Staatssekretär künftig in voller Rittermontur auszuüben".

Heiraten wie im Mittelalter

31. August 2006

In Lütjenburg lassen sich Paare auf dem Gelände der Turmhügelburg trauen

Paare, die einen ausgefallen Ort suchen, um sich das Jawort zu geben, sind in Lütjenburg garantiert richtig. Wie wär’s mit mittelalterlichem Ambiente für eine Trauung? Auf dem Gelände der Turmhügelburg im Nienthal kein Problem. Gestern erlebten Hans-Jürgen Höhn und Bettina Mersch hier diese ganz persönliche Premiere.
Die Zeremonie der Eheschließung mit dem Lütjenburger Standesbeamten Jens Löptien unterschied sich rein formal in keiner Weise von denen im Standesamt oder im Ratssaal. Dieses erst vor wenigen Tagen vom Hauptausschuss gewidmete Trauzimmer im originalgetreu rekonstruierten Wohn- und Stallgebäude im Bereich der mittelalterlichen Vorburg bot dem Paar mit ihrer Tochter Johanna und den vielen Gästen allerdings einen besonderen Rahmen. Ganz im Stil der damaligen Zeit waren alle festlich gewandet zur Feier gekommen. Schließlich gehören sie zur aktiven Mittelalter – Szene, die sich regelmäßig auch auf dem Lütjenburger Burggelände zu Lagern trifft – das nächste Mal übrigens am kommenden Wochenende zum „Lütjenburger Aufbruch“. Im vergangenen Jahr hatten sich die 34-jährige Braut und ihr 37 Jahre alter Bräutigam so in die Anlage am Stadtrand von Lütjenburg verliebt, dass für sie feststand: Wenn geheiratet wird, dann nur dort im hohen Norden. Beide stammen aus einem kleinen Dorf bei Kempten im Allgäu, und dort üben sie auch ihre Berufe als Schneiderin und Hufschmied aus. Im Mittelalterlager kommen ihnen diese Fertigkeiten zu Gute.
Nachdem sie sich das Jawort gegeben hatten, war für die frisch getrauten Eheleute die Hochzeitszeremonie allerdings noch nicht beendet: Nach überliefertem Brauch bestand die Schwiegermutter darauf, dass die Angetraute ihres Sohnes hausfrauliche Fähigkeiten unter Beweis stellte. Sie musste mit einem Reisigbesen den Raum ausfegen und dann mit einem brennenden Holzspan das Feuer auf der offenen Kochstelle entzünden.

Brüsseler Besuch war beeindruckt

Kieler Nachrichten, 25.August 2006

Europaabgeordneter Reimer Böge schaute sich in Nienthal um

Einen Zuwendungsbescheid hatte Reimer Boge bei seinem Besuch in Lütjenburg zwar nicht im Aktenkoffer, der CDU-Europaabgeordnete zeigte sich allerdings zuversichtlich, dass ab 2007 auch weiterhin EU-Fördermittel in den Ausbau der Turmhügelburg fließen würden.
Für den Zeitraum 2007 bis 2013 könne Schleswig-Holstein mit einer Förderquote in Höhe von 411 Millionen Euro rechnen. Die könnten dann, weitgehend in Eigenregie des Landes, flexibel unter regional – und arbeitsmarktpolitischen Aspekten unter dem Dach des „Zukunftsprogramms Schleswig-Holstein“ gebündelt werden, erklärte Böge. Er ist Generalberichterstatter des EU – Parlaments und hatte für seinen Bericht zur finanziellen Vorausschau der Union bereits eine Mehrheit bekommen.
Von den Maßnahmen, die der Förderverein in den vergangen Jahren bereits – u.a. mit erheblichen Förderungen durch EU-Mittel – im Nienthal realisiert hatten, zeigte sich der Europa-Politiker sichtlich beeindruckt. Zusammen mit dem Plöner CDU-Kreisvorsitzenden, Peter Sönnichsen, ließ er sich vom Vereinsvorsitzenden Hartmut Eller und Vorstandsmitglied Manfred Krücke durch die Turmhügelburg und zu den anderen Gebäuden führen. „Hier wird Besuchern ja Heimatgeschichte richtig spannend nahe gebracht“, staunte Reimer Böge und lobte ausdrücklich das ehrenamtliche Engagement der Vereinsmitglieder.

Über dem Rittersitz weht die Richtkrone

Kieler Nachrichten, 19.August 2006

Turmhügelburg-Förderverein kommt flott voran

Der Ausbau der Lütjenburger Türmhügelburg zum Rittersitz eines Landadligen kommt zügiger voran, als es sich die Mitglieder des Fördervereins erhofft hatten. Am Freitag wehte die Riehtkrone über dem ritterlichen Wohnhaus.

„Ursprünglich hatten wir geplant, in diesem Jahr nur die Schmiede und das Backhaus fertig stellen zu können. Wegen unerwartet zahlreicher Spenden - auch von Bingo-Lotto und Institutionen -wurden wir in die Lage versetzt, zusätzlich noch das Ritterhaus in Angriff zu nehmen", freute sich der Vorsitzende Hartmut Eller über die Entwicklung. Zuversichtlich sei er vor diesem Hintergrund auch, 2007 auf jeden Fall das größere Wirtschaftsgebäude als größtes Haus in der Turm-Vorburg errichten zu können. „Dann fehlt uns zur Vervollständigung der mittelalterlichen Anlage nur noch die Kapelle, die aus Feldsteinen errichtet wird."
Das Förderprogramm des Landes laufe zwar noch 2006 aus. Es gebe aber Signale, dass auch für die kommenden Jahre ein neuer „Topf" für solche Projekte bereitgestellt werde, erklärte Eller. „Wir müssen aber dafür erneut Anträge stellen.
Charakteristisch für die Architektur des Ritterhauses ist der weit vorragende, steile Brettergiebel. Der Zweiständerbau ist ebenfalls auf Findlingen gegründet. Er erhält eine dekorative Haustür in der Frontseite. Die offizielle Einweihung plant der Förderverein im Rahmen des Festes „Lütjenburger Aufbruch" (1.-3. September). Gestern allerdings standen erstmal die Bauhandwerker im Mittelpunkt der kleinen Feier an der Turmhügelburg.

Schwitzen unter dem Rüstungs-Panzer

Lütjenburger Kurier, 03.August 2006

Mit Showkämpfen, Handwerk und mittelalterlichem Leben lockte die Turmhügelburg in Lütjenburg wieder Tausende.

Es waren mehr als 8000 gezählte Besucher, die trotz der Hitze und Temperaturen von 30 Grad den Weg zur Mittelalterey an der Turmhügelburg nicht scheuten, freute sich „Burgherr" Eberhard von Bodendiek, alias Hartmut Eller als Vorsitzender des Fördervereins. Er selbst verzichtete diesmal auf den schweren Samt und hatte stattdessen ein leichtes Leinengewand angelegt - mit einer für die Zeit typischen Bundhaube, der perfekte Schutz gegen die Sonne. Auch diesmal hatte der Verein Einiges auf die Beine gestellt. Erstmals konnten die Besucher hautnah erleben, wie man im Mittelalter lebte. Mitglieder der Gruppe Erlebtes Mittelalter Kiel waren in das "neue Wohn- und Stallgebäude eingezogen, schliefen dort und kochten auf offener Feuerstelle in der Diele ihr Essen. Andere fertigten Ledersachen oder waren mit Bündchenweben beschäftigt. Vor dem Haus saßen zwei Frauen auf einer Bank, putzten das Gemüse und kneteten den Teig für das Brot während aus dem Inneren der Musikus seine Laute erklingen ließ. Idylle pur auf den ersten Blick, zumal es im Haus mit den Lehmwänden und den Eichenholzschindeln erstaunlich kühl war. Doch auch die Kuh im Stall unter dem gleichen Dach wollte versorgt werden und Wasser wurde mühsam mit Eimern geholt. „Zu tun haben wir eigentlich immer etwas", musste Lisette Mann letztlich feststellen - die Suppe brauchte gut drei Stunden auf offenem Feuer und immer musste Holz nachgelegt werden. Dafür ließ der laue Abend nach Feierabend vor dem Haus viele ins Träumen geraten von der guten Alten Zeit.
Den Kreuz-Rittern lief der Schweiß nur so runter, wenn sie sich in ihre schweren Rüstungen zwängten und zu Showkämpfen antraten. Fast eine Stunde dauerte es, bis so ein Vollpanzer mit Helm aus dem Jahr 1450 letztlich angelegt war. Wer es nicht glauben wollte, wie schwer ein Kettenhemd ist, der konnte es an Ort und Stelle ausprobieren.
Die Musiker von Frölich Geschray aus Hamburg hatten es da schon besser. Sie spielten auf der neuen Grasbühne unter einem Sonnensegel im leichten Wind. Bei den mitreißenden Klängen ließen sich auch die Tänzer von Fures Saltationum aus Kiel nicht lange bitten. Den heißesten Arbeitsplatz teilten sich zwei Wikinger Familien - Rollo, der mit seiner Frau am Blasebalg Glasperlen am offenen Feuer formte und Fri Nortmanni, die die Kohlen für den Bronzeguss auf 1300 Grad bringen mussten. Ob Lederwaren oder Runenbretter, ob Filzen oder Specksteinarbeiten - Wikinger waren immer geschickte Handwerker und weitgereiste Händler. Davon konnten sich die Besucher erneut überzeugen. Viele waren nicht zum ersten Mal gekommen und doch gab es auch für sie viel Neues. Besonders die Urlaubsgäste staunten, was sich seit ihrem letzten Besuch schon alles der Turmhügelburg getan hat. Sie hatten ihren Spaß dabei. Vor allem die Kinder hatten wieder viel zu erleben und noch mehr zum mitmachen.

Zwischen Wikingern und Rittern – tolle Atmosphäre

Kieler Nachrichten, 24.Juli 2006

„Mittelalterey“ auf der Turmhügelburg in Lütjenburg hatte Zugkraft

Die „Wikinger“, „Slawen“ und „Ritter“ hatten am Wochenende die Turmhügelburg in Lütjenburg erobert. Rund 70 Zelte stellten die drei mittelalterlichen Stämme zur „Mittelalterey“ auf dem Gelände auf und luden Tausende Besucher ein, ihrem geselligen Treiben beizuwohnen.

Über 7000 Gäste, darunter Markus Klein aus Laboe, der sogar als Besucher mittelalterlich gekleidet kam („die Burg fasziniert mich immer mehr“), strömten am Sonnabend und Sonntag zur „Mittelalterey“ auf das Gelände der Turmhügelburg in Lütjenburg. Die „Gesellschaft der Freunde der mittelalterlichen Burg in Lütjenburg“ hatte zu dem geselligen Treiben geladen und die Resonanz war sowohl bei den Lagernden als auch bei den Besuchern trotz der Hitze „erfreulich gut“, wie der Vereinsvorsitzende Hartmut Eller resümierte: „Besonders zufrieden sind wir, dass wir drei Stämme hier haben – die handwerkenden Wikinger, die die kämpfenden und spielenden Ritter sowie die Slawen, die das Gelände beleben.“
Für Kurzweil sorgten außerdem Vorführungen zum Beispiel der mittelalterlichen Gesangsgruppe „Fröhlich Geschray“. Unter anderem das weibliche Gefolge von Kaiser Friedrich dem II, mit den Tänzerinnen „Kamar“ und „Rukya“ aus Eiderstedt, bot in aufwändigen Kostümen allerlei fürs Auge. „Wir tanzen für die Wikinger“ verrieten die Damen geheimnisvoll, bevor sie hüftschwingend entschwanden. Die kleine Lena Bögemann (5), Urlauberin aus Hohwacht, versuchte sich derweil hingebungsvoll an einer Art Hammerspiel mit dem „lagernden“ Olaf Quester (Hamburg), während nebenan Stockbrot gebraten wurde und sich Grit Aurich und Thore Hirsch (8) aus Neumünster der mittelalterlichen Version von „Boule“ widmenten. „Macht irre Spaß“, fand der mittelalterlich gewandete Junge. Begeistert zeigten sich der Preetzer Bürgermeister Wolfgang Schneider nebst Gattin Brigitte: „Es ist großartig, was hier auf die Beine gestellt wird und wie authentisch das vielfältige Angebot wirkt.“ Gudrun Boll und Tochter Rhea (3) aus Lütjenburg, beide hochmodisch mittelalterlich gekleidet, genossen die Lageratmosphäre, „obwohl es wirklich sehr heiß ist.“ Im reichhaltigen Angebot der Händler schwelgten Fenya Nissen (Niebüll) und Silke Mollenhauer (Brarup). Bei Thorsten und Anja Behrs (Silzen), den „Hoflieferanten des Grafen Johann II zu Kiel“, wurden sie fündig und plauderten nebenbei aus, wie die Hitze zu ertragen ist. „Man darf des Abends dem Alkohol nicht zu stark frönen“. Vor allem lobten die Frauen vom Räuberlager „Lottergesindel“ die „tolle Atmosphäre“: Es ist hier richtig familiär.“

Allerley bei der Mittelalterey

24.Juli 2006

Es waren mehr als 8000 gezählte Besucher, die trotz der Hitze und Temperaturen von 30 Grad den Weg zur Mittelalterey an der Turmhügelburg nicht scheuten, freute sich „Burgherr“ Eberhard von Bodendiek, alias Hartmut Eller als Vorsitzender des Fördervereins. Er selbst verzichtete diesmal auf den schweren Samt und hatte stattdessen ein leichtes Leinengewand angelegt – mit einer für die Zeit typischen Bundhaube, der perfekte Schutz gegen die Sonne.
Auch diesmal hatte der Verein Einiges auf die Beine gestellt. Erstmals konnten die Besucher hautnah erleben, wie man im Mittelalter lebte. Mitglieder der Gruppe Erlebtes Mittelalter Kiel waren in das neue Wohn- und Stallgebäude eingezogen, schliefen dort und kochten auf offener Feuerstelle in der Diele ihr Essen. Andere fertigten Ledersachen oder waren mit Bündchenweben beschäftigt. Vor dem Haus saßen zwei Frauen auf einer Bank, putzten das Gemüse und kneteten den Teig für das Brot während aus dem Inneren der Musikus seine Laute erklingen ließ. Idylle pur auf den ersten Blick, zumal es im Haus mit den Lehmwänden und den Eichenholzschindeln erstaunlich kühl war. Doch auch die Kuh im Stall unter dem gleichen Dach wollte versorgt werden und Wasser wurde mühsam mit Eimern geholt. „Zu tun haben wir eigentlich immer etwas“, musste Lisette Mann letztlich feststellen – die Suppe brauchte gut drei Stunden auf offenem Feuer und immer musste Holz nachgelegt werden. Dafür ließ der laue Abend nach Feierabend vor dem Haus viele ins Träumen geraten von der guten Alten Zeit.
Den Kreuz-Rittern lief der Schweiß nur so runter, wenn sie sich in ihre schweren Rüstungen zwängten und zu Showkämpfen antraten. Fast eine Stunde dauerte es, bis so ein Vollpanzer mit Helm aus dem Jahr 1450 letztlich angelegt war. Wer es nicht glauben wollte, wie schwer ein Kettenhemd ist, der konnte es an Ort und Stelle ausprobieren. Die Musiker von Frölich Geschray aus Hamburg hatten es da schon besser. Sie spielten auf der neuen Grasbühne unter einem Sonnensegel im leichten Wind. Bei den mitreißenden Klängen ließen sich auch die Tänzer von Fures Saltationum aus Kiel nicht lange bitten. Den heißesten Arbeitsplatz teilten sich zwei Wikinger Familien – Rollo, der mit seiner Frau am Blasebalg Glasperlen am offenen Feuer formte und Fri Nortmanni, die die Kohlen für den Bronzeguss auf 1300 Grad bringen mussten.
Ob Lederwaren oder Runenbretter, ob Filzen oder Specksteinarbeiten - Wikinger waren immer geschickte Handwerker und weitgereiste Händler. Davon konnten sich die Besucher erneut überzeugen. Viele waren nicht zum ersten Mal gekommen und doch gab es auch für sie viel Neues. Besonders die Urlaubsgäste staunten, was sich seit ihrem letzten Besuch schon alles der Turmhügelburg getan hat. Sie hatten ihren Spaß dabei. Vor allem die Kinder hatten wieder viel zu erleben und noch mehr zum mitmachen.

Tausende stürmten die Turmhügelburg

12.Juli 2006

Wikingerlager begeisterte Jung und Alt

Als Sieger des Wettkampfes erhielt Sven Anderson aus Bergedorf ein handgefertigtes Kurzschwert aus den Händen von Burgherr Eberhard von Bodendiek überreicht. Das Schwert – oder Sax – wurde eigens für den Wettkampf von Schmiedemeister Ole Grimmel aus Wielen geschaffen.
Ein Anziehungspunkt des Lagers war sicherlich das gerade rechtzeitig fertig gestellte neue Wohn- und Stallgebäude in der Vorburg. Drei Stunde köchelte die Suppe auf dem offenen Herdfeuer in der Diele und manch Besucher musste einfach mal kosten – ganz zünftig mit Tonschale und Holzlöffel. Und für alle das Rezept zum Nachkochen: Kohl, Zwiebeln, Möhren, ein wenig Fleisch, ein paar Scheiben luftgetrocknete Wurst, Gartenkräuter, Salz und Knoblauch. Die Würste hingen ganz traditionell über dem Rachfang am Feuer. Und nebenan im Stall machte es sich ein Highland-Rind auf Stroh bequem. Mensch und Tier lebten eben damals 1150 unter einem Dach.
Wikinger haben den Ruf, wilde Kämpfer zu sein – und das demonstrierten sie auch mit ihren Showkämpfen. Aber sie waren auch mehr als geschickte Handwerker und Händler. Erstmals konnte die Sippe um Andreas Seubelt aus Högsdorf den Besuchern vorführen, wie man damals Schmuck aus Bronze goss. Kupfer und Zinn wurden in einem Holzkohlenfeuer im Boden mit großen Blasebälgen auf eine Temperatur von 1500 Grad gerbracht. Wenn der Tiegel glühend heiss war, blieben dem Giesser gerade mal 5 Sekunden Zeit zum Füllen der Form.
Beeindruckend war auch die mittelalterliche Steinschleuder, die Felsbrocken von gut 20 Kilo rund 80 m weit warf – obwohl dies nur eine Nachbildung im Maßstab von 1:2 zum Original ist. Am späten Samstag Abend wurden mit der Blide, wie sie auch genannt wird, brennende Feuertöpfe in den Nachthimmel geworfen.
Für Kinder gab es wieder jede Menge Aktivitäten wie Schmieden, Stockbrot backen, Speckstein schnitzen, Lederbeutel nähen, Schnitzen oder Axt – Werfen und Bogenschiessen. Und das das nicht ganz einfach ist, konnten am Sonntag auch die Gäste erleben, die der gemeinsamen Einladung der Turmhügelburg und der Provinzial-Versicherung gefolgt waren. Sie sollten sich nicht nur über den Fortschritt des Baus informieren, sondern sollten auch einmal selbst zum Bogen greifen. Für einen guten Zweck versteht sich. Denn mit jedem Fehlschuss gegen einen Wikinger wuchs die Spende der Provinzial Agenturen Frank Grell und Michael Warnecke aus Preetz, Lütjenburg, Selent, Schönberg und Probstei an den Trägerverein. 1500 Euro kamen so zusammen, freute sich Burgherr Hartmut Eller und verweist darauf, dass (glücklicherweise) keiner der Gäste einen der überaus treffsicheren Wikinger besiegen konnte. Einen Scheck mit weiteren 2000 Euro überreichte die Praxisgemeinschaft Drs. Tesch, Ottens, Hüter und Brillo aus Lütjenburg dem Verein zum Weiterbau der Burg – zünftig unterschrieben mit einem Kohlestift aus dem Herdfeuer.
Bis zum Herbst hat der Verein noch viel vor. Als nächstes wird das Backhaus mit Original-Tonschindeln aus einem alten Kloster bei Berlin gedeckt und der zwei Meter grosse Backofen gebaut. Dann geht es mit der Schmiede weiter und mit dem Ritter-Wohnhaus. Und parallel laufen schon die Vorbereitungen für die Mittelalterey mit Lager und Markt Ende Juli.

Jahreshauptversammlung Turmhügelburg

Lütjenburger Kurier, 06. Juli 2006

Mit unserer Burg geht es voran, unter diesem Tenor stand der Bericht des alten und neuen Vorsitzenden des Fördervereins der Turmhügelburg im Nienthal, Hartmut Eller. Und in der Tat tut sich etwas an der Burg, Drei Häuser sind derzeit im Bau, in Kürze erfolgt das Richtfest für, die neue Schmiede. Mit 183 000 Euro ist diese Bauphase bereits vom Verein voll finanziert und kann dank der vielen Spenden und Zuschüsse aus Brüssel realisiert werden. Die bisher zugesagten Fördermittel laufen im September aus. Erste Gespräche mit der Landesregierung deuten darauf hin, dass der Verein wohl auch im nächsten Förderplan ab 2007 mit Hilfe rechnen kann, um das Projekt, das mittlerweile zu einem Vorzeigeobjekt für die Verwendung von EU-Hilfen geworden ist, fertig zu stellen. Drei Mitglieder fehlen dem Verein noch bis zur magischen Grenze von 200, stellte Eller fest.
Lütjenburgs Bürgermeisterin Silke Lorenz dankte dem Verein für die bisher geleistete Arbeit, habe das Vorhaben doch große Bedeutung für die Stadt und die Region. Dieses ehrenamtliche Engagement sei beispielhaft. Mit zweimal 1000 Euro unterstützt die Stadt die Arbeit an der Burg in diesem Jahr, Weitere 2000 Euro hat die Wirtschaftsvereinigung für den "Lütjenburger Aufbruch" am ersten Septemberwochenende bereitgestellt. Highlight bei der Veranstaltung der Mittelalterey am 22. und 23. Juli wird die Musikgruppe "Frölich Geschray" sein. Zum Lütjenburger Aufbruch vom 1. bis 3. September haben sich die Reitertruppe "Timetrotter" und Deutschlands beste Falknerin von "Horus Falken" angekündigt. Sie wird auch ihren Seeadler mit über 2,5 m Spannweite mitbringen.
"Trotz und wegen des Erfolges stoßen wir an die Grenzen der Leistungsfähigkeit", so Eller. Das Wikingerlager zu Pfingsten war mit rund 5000 Besuchern am Sonntag mehr als gut besucht. Benötigt werden dringend noch Leute oder gerne auch Schüler, die gerade bei der Realisierung der Feste mit anpacken wollen. Es werden auch noch Führer gesucht. Bis zu den Herbstferien gibt es regelmäßige Führungen an der Burg: Mittwochs und Samstags um 14 h, sonntags um 11 Uhr. Tagsüber ist die Burg in der Regel offen, solange dort gebaut wird. Auch finanziell schreibt der Verein schwarze Zahlen und kann die erwirtschafteten Überschüsse gleich wieder in den Weiterbau investieren, berichtete der wiedergewählte Kassenwart Klaus Dygutsch. Bislang sei keine der Veranstaltungen mit einem Minus abgeschlossen worden. Das zeigt, dass die Lütjenburger und die Besucher von außerhalb ihre Burg mittlerweile zu schätzen wissen.
Bemerkenswert ist, dass Ende August erstmals eine mittelalterliche Trauung mit entsprechender Gewandung in der Burg stattfinden wird. Das Standesamt Lütjenburg hat bereits seine Zustimmung gegeben und wird die Trauung durchführen.
Einstimmig wurde der alte Vorstand von der Mitgliederversammlung im Amt bestätigt.

Das Dach ist ein Hingucker

Kieler Nachrichten - Ostholsteiner Zeitung, 05. Juli 2006

Es tut sich viel auf dem Burggelände

Das Bach des Lehm-Backhauses ist eingedeckt, der Ofen wird mit Feldsteinen eingefasst. Für das Schmiedegebäude ist übermorgen Richtfest. Und auch das Ritter-Wohnhaus soll noch in diesem Herbst stehen. Es tut sich momentan reichlich was auf dem Gelände der Nienthaler Turmhügelburg.
Nach anfänglichen Startschwierigkeiten seien die Arbeiten im Zuge des zweiten Bauabschnittes nun in vollem Gange, freut sich Hartmut Eller, Vorsitzender des Fördervereins Turmhügelburg. Voraussichtlich Anfang September soll das ähnlichen Bauten aus dem 13. Jahrhundert historisch nach empfundene Backhaus fertig sein. Bis zur Inbetriebnahme muss der mit gestampften Lehm ausgefüllte Ofen, der einen Durchmesser von knapp zwei Metern hat, etwa sechs Monate aushärten. Für Liebhaber alter Dächer ist das mit Biberschwanz-Ziegelsteinen gedeckte Dach ein echter Hingucker. 7000 Stück dieser 300 Jahre alten handgestrichenen Ziegel, die von einem Kloster aus der Nähe von Berlin stammen und im Internet „aufgestöbert“ wurden, hat der Verein gekauft.
Erfreulich ist aus Sicht von Eller, dass die Finanzierung nicht nur der drei jetzt entstehenden Gebäude gesichert ist. „Von Landesseite wurde uns vorab signalisiert, dass wir auch in Zukunft mit EU-Mitteln aus einem neu aufgelegten Förderprogramm für die nächste Bauphase rechnen können. Klare Aussage ist, dass bereits begonnene Projekte auch bis zum Ende bezuschusst werden“.
Die Planungen des ausschließlich mit ehrenamtlichen Engagement des Fördervereins vorangetriebenen Mittelalterprojektes in Nienthal sehen neben einer Kapelle, einem weiteren Wirtschaftsgebäude auch Brunnen und Brücke sowie ein stattliches Burgtor vor.
Als nächste Veranstaltungshöhepunkte stehen übrigens am 22. und 23. Juli das bunte Markttreiben “Mittelalterey“ und vom 1. bis 3. September der „Lütjenburger Aufbruch“ im Terminkalender. Und Ende August wird erstmals eine mittelalterliche Trauung vollzogen.

Wikingerlager begeisterte Jung und Alt

Lütjenburger Kurier, 22. Juni 2006

Tausende stürmten die Turmhügelburg

Einen derartigen Ansturm hat die Turmhügelbürg noch nicht erlebt. Waren es bei den dunklen Wolken am Himmel am Samstag schon gut 2000, wurden am Pfingstsonntag rund 5000 gezählt. Und wieder einmal gelang es den Wikingern, alle in ihren Bann zu ziehen. Sie waren mit 95 Zelten an die Burg im Nienthal gezogen, um beim Wettkampf um das „Ehrbare Lütjen-burger Schwert" den Besten ihrer Bogenschützen zu ermitteln.
Als Sieger des Wettkampfes erhielt Sven Anderson aus Bergedorf ein handgefertigtes Kurzschwert aus den Händen von Burgherr Eberhard von Bodendiek überreicht. Das Schwert - oder Sax - wurde eigens für den Wettkampf von Schmiedemeister Ole Grimmel aus Wielen geschaffen.
Ein Anziehungspunkt des Lagers war sicherlich das gerade rechtzeitig fertig gestellte neue Wohn-und Stallgebäude in der Vorburg. Drei Stunde köchelte die Suppe auf dem offenen Herdfeuer in der Diele und manch Besucher musste einfach mal kosten -ganz zünftig mit Tonschale und Holzlöffel. Und für alle das Rezept zum Nachkochen: Kohl, Zwiebeln, Möhren, ein wenig Fleisch, ein paar Scheiben luftgetrocknete Wurst, Gartenkräuter, Salz und Knoblauch. Die Würste hingen ganz traditionell über dem Rauchfang am Feuer. Und nebenan im Stall machte es sich ein Highland-Rind auf Stroh bequem. Mensch und Tier lebten eben damals 1150 unter einem Dach.
Wikinger haben den Ruf, wilde Kämpfer zu sein - und das demonstrierten sie auch mit ihren Showkämpfen. Aber sie waren auch mehr als geschickte Handwerker und Händler. Erstmals konnte die Sippe um Andreas Seubelt aus Högsdorf den Besuchern vorführen, wie man damals Schmuck aus Bronze goss. Kupfer und Zinn wurden in einem Holzkohlenfeuer im Boden mit großen Blasebälgen auf eine Temperatur von 1500 Grad gebracht. Wenn der Tiegel glühend heiß war, blieben dem Gießer gerade mal 5 Sekunden Zeit zum Füllen der Form. Beeindruckend war auch die mittelalterliche Steinschleuder, die Felsbrocken von gut 20 Kilo rund 80 m weit warf - obwohl dies nur eine Nachbildung im Maßstab von 1: 2 zum Original ist. Am späten Samstag Abend wurden mit der Blide, wie sie auch genannt wird, brennende Feuertöpfe in den Nachthimmel geworfen.
Für Kinder gab es wieder jede Menge Aktivitäten wie Schmieden, Stockbrot backen, Speckstein schnitzen, Lederbeutel nähen, Schnitzen oder Axt-Werfen und Bogenschiessen. Und das das nicht ganz einfach ist, konnten am Sonntag auch die Gäste erleben, die der gemeinsamen Einladung der Turmhügelburg und der Provinzial-Versicherung gefolgt waren. Sie sollten sich nicht nur über den Fortschritt des Baus informieren, sondern sollten auch einmal selbst zum Bogen greifen. Für einen guten Zweck versteht sich. Denn mit jedem Fehlschuss gegen einen Wikinger wuchs die Spende der Provinzial Agenturen Frank Grell und Michael Warnecke aus Preetz, Lütjenburg, Selent, Schönberg und Probstei an den Trägerverein. 1500 Euro kamen so zusammen, freute sich Burgherr Hartmut Eller und verweist darauf, dass (glücklicherweise) keiner der Gäste einen der überaus treffsicheren Wikinger besiegen konnte. Einen Scheck mit weiteren 2000 Euro überreichte die Praxisgemeinschaft Drs. Tesch, Ottens, Hüter und Brillo aus Lütjenburg dem Verein zum Weiterbau der Burg - zünftig unterschrieben mit einem Kohlestift aus dem Herdfeuer.
Bis zum Herbst hat der Verein noch viel vor. Als nächstes wird das Backhaus mit Original-Tonschindeln aus einem alten Kloster bei Berlin gedeckt und der zwei Meter große Backofen gebaut. Dann geht es mit der Schmiede weiter und mit dem Ritter-Wohnhaus. Und parallel laufen schon die Vorbereitungen für die Mittelalterey mit Lager und Markt am 22. und 23. Juli.

Jede Menge Taler für die Turmhügelburg

Kieler Nachrichten, 07. Juni 2006

180 000 Euro werden in die verschiedenen Projekte investiert

Auf dem Gelände der Lütjenburger Turmhügelburg tut sich Einiges in diesem Jahr: „Wir werden rund 180 000 Euro in Baumaßnahmen investieren und wollen den Ausbau der Anlage als mittelalterlicher Rittersitz möglichst noch in 2006 fertig stellen", kündigte „Burgherr" Hartmut Eller am Rande des Wikingerfestes an. Die Hälfte fließe als Zuschüsse der europäischen Union, 31 000 Euro kämen aus der Aktion Bingo-Lotto, und mit 8400 Euro sei die Marius-Böger-Stiftung dabei.
Für die Restsumme müsse allerdings der Förderverein selbst gerade stehen, stellte der Vorsitzende klar. Da kamen ihm zwei noble Spender gerade recht: Eine Siegprämie von 1500 Euro setzte die Provinzial-Versicherung für Sieger beim Promi-Bogenwettschießen aus, und weitere 2000 Euro stellte die Lütjenburger Gemeinschaftsarztpraxis Dr. Tesch, Hüter, Brillo und Ottens zur Verfügung.
Voller Stolz konnte der Vorstand des Fördervereins geladenen Gästen das gerade erst fertig gestellte Wohn- und Stallgebäude in Funktion vorstellen. Das Ständerbauwerk wurde auf Findlingen gegründet und mit Eichenholzschindeln gedeckt. Die Außenwände im Viehtrakt bestehen aus Holzbohlen, deren Fugen mit Schafswolle ausgestopft wurden. Im Wohnbereich wurde Flechtwerk mit Lehm als Isolierung verstrichen. Dass dieses Gebäude durchaus bewohnbar ist, kann die Musikanten- und Gauklertruppe Charivari bestätigen. Sie bezog hier nämlich über Pfingsten Logis und kochte die Gemüsesuppe über offenem Feuer. Die duftete denn auch so verlockend, dass etliche Gäste um Kostproben baten. Auch der, nur durch eine halbhohe Holzwand abgetrennte, Stall wurde zeitweise „bewohnt" - von einem zotteligen Hochlandrind.
Erst vor wenigen Tagen wurde übrigens - aus Sicherheitsgründen - das Backhaus gerichtet. In den nächsten Tagen sollen das Dach gedeckt, ein Ofen mit zwei Metern Durchmesser aufgesetzt und danach mit einer dicken Tonschicht verkleidet werden. Weitere Projekte seien dann eine Schmiede und das Ritterhaus, das ebenfalls in Ständerbauweise entstehen werde, kündigte Hartmut Eller an.

Wikinger feierten kämpferisch

Kieler Nachrichten, 06. Juni 2006

Treffen rund um die Turmhügelburg in Lütjenburg – Mehrere Tausende Besucher

Die Wikinger sind wieder einmal in Lütjenburg eingefallen. Dabei zeigten sich die wilden Nordmänner allerdings von ihrer friedlichen Seite, schlugen über Pfingsten auf dem Gelände rund um die Turmhügelburg ihre Lager auf und vermittelten mehreren tausend Besuchern einen Eindruck davon, wie Menschen im Mittelalter gelebt haben.
Lovis von Luhnbach war mit ihrer Sippe „Hellweg Wölfe“ sogar aus dem Ruhrpott bis ins Nienthal gereist und nutzte das Lagerleben dazu, an ihrer – natürlich selbst gefertigten – Wippdrechselbank zu arbeiten. „Uns gefällt es hier so gut, dass wir dreimal im Jahr zu allen Großereignissen nach Lütjenburg kommen“, schwärmte sie. Gleich nebenan zeigte Wiebke Wahnschaffe vom Hamburger Stamm „Adlibitum“ interessierten Besuchern, wie die uralte Technik des Brettchenwebens funktioniert.
Ein Besuchermagnet dieses Wikingerlagers war auch der Stand der Lütjenburger Sippe. Hier demonstrierten Andreas Seubelt und fleißige Helfer unermüdlich, wie Schmuckstücke aus Bronze gegossen werden. Bevor die Mischung aus Kupfer und Zinn im Tontiegel allerdings in die Form gegossen werden konnte, mussten Helfer zunächst etwa eine Viertelstunde lang das Holzkohlenfeuer mit großen Blasebälgen bis auf eine Temperatur von etwa 1500 Grad (!) bringen. „Wenn der Tiegel glüht, ist der Punkt erreicht, dann bleibt gerade mal eine Zeitspanne von fünf Sekunden zum Gießen“, erklärte Andreas Seubelt den Zuschauern. Die Schmuckstücke werden übrigens nicht verkauft sondern selbst getragen. Zuvor müssen die Rohlinge allerdings noch aufwändig gebürstet, gefeilt, gebohrt und poliert werden.
Ein wenig martialisch ging es allerdings auch zu im Wikingerlager. Schließlich sollte beim Dreikampf Bogenschießen, Axt- und Speerwurf ein Sieger ermittelt werden. In diesem Jahr verdiente sich Sven Anderson den Sieg um das „Ehrbare Lütjenburger Schwert“. Diese Waffe bleibt zwar in Lütjenburg, statt dessen durfte er einen schön geschmiedeten Sax (ein Kurzschwert) als Trophäe mit nach Hause nehmen. In sicherer Entfernung vom Lager trat auch mehrfach die nachgebaute Steinschleuder („Blide“) in Aktion. Am späten Sonnabend wurden sogar Feuertöpfe in den Nachthimmel geschossen.
Wie schwer es ist, einen Pfeil ins Ziel zu schießen, erlebten am Pfingstsonntag auch eine Reihe geladener Gäste, darunter Bürgermeisterin Silke Lorenz. „Burgherr“ Hartmut Eller zeigte sich gestern rundum zufrieden mit dem Verlauf des Wikingerfestes. „Sogar am Sonnabend bei sehr durchwachsenem Wetter hatten wir 2000 Besucher“, berichtete er.

Neue Gebäude für die Turmhügelburg im Nienthal

Lütjenburger Kurier, 13. April 2006

Dem weiteren Ausbau des Mittelaltermuseums an der Turmhügelburg im Nienthal steht nichts mehr im Wege. Gewinner der jetzt abgeschlossenen Ausschreibung für die nächste Bauphase ist die Preetzer Firma, die auch die bisherigen Arbeiten an der Burg ausgeführt hat. Das Volumen der geplanten Arbeiten beläuft sich auf nahezu 180 000 Euro, so der Vorsitzende des Fördervereins, Hartmut Eller. Nach dem bereits fertig gestellten Wohn-und Stallgebäude in der Vorburg sind in diesem Jahr der Bau eines Backhauses, einer Schmiede und des Wohnhauses des Ritters geplant. Die Bauten entstehen nach historischen Vorbildern und sind mit dem Archäologischen Landesamt in der Ausführung abgestimmt. Finanziert wird das Vorhaben auf der einen Seite durch Gelder von Seiten der EU, auf der anderen Seite hat der Förderverein selbst Eigenmittel in gleicher Höhe eingeworben. Dazu gehören zweckgebundene Spenden zum Beispiel der Marius Böger Stiftung in Plön für den Bau des Backhauses und 31 500 Euro vom Bingo-Lotto des NDR Fernsehens. Hinzu kommt der bereits begonnene Innenausbau des Wohn- und Stallgebäudes und Teile der Außenanlage durch vier Ein-Euro-Jobber, die Neuland dem Verein vermittelt hat.
Auch bei den Mitgliederzahlen des Fördervereins geht es weiter nach oben. Als 190. Mitglied konnte nun Bernd Groth vom Modehaus Lafrenz gewonnen werden. Auch wenn Bernd Groth als Vorbedingung für seinen Beitritt ansich nur im Scherz gemeint hatte, er würde unterschreiben, wenn ihn sein früherer Mathe-Lehrer Heinrich Oelerich darum bitten würde. Doch dieser nahm ihn sofort beim Wort und erschien als „Bruder Heinrich" mit dem Vereinsvorsitzenden Hartmut Eller sowie Manfred Krücke und Sohn Alexander zünftig gekleidet im Geschäft. Da wollte und konnte Groth nicht mehr Nein sagen.
Ab Ostern gibt es auch wieder Führungen an der Turmhügelburg, bei denen auch das neue Wohn- und Stallgebäude besichtigt werden kann. (Anmeldungen bei Frau Mandy Baer, Büro Vitalis 04381 - 40080). Die erste große Veranstaltung in diesem Jahr ist das Wikinger-Lager zu Pfingsten mit dem Kampf um das „Ehrbare Lütjenburger Schwert". Mehr als zwei Dulzend Gruppen mit rund 50 Zelten haben sich schon dafür angemeldet.

Mittelalterfreunde starten in neue Saison

Kieler Nachrichten, 31. März 2006

Die 200-Mitgliedermarke hat der Lütjenburger Turmhügelburgverein fest im Visier. In historischen Gewändern gekleidet konnten die Vorstandsmitglieder Manfred Krücke, Hartmut Eller, Alexander Krücke und Heinrich Oelerich jetzt Textilhausbetreiber Bernd Groth als Mittelalterfreund Nummer 190 gewinnen. Dieser übrigens wollte das Beitrittsformular nur unterzeichnen, bemerkte Vorsitzender Eller mit einem Schmunzeln, wenn ihn sein früherer Mathe-Lehrer Oelerich als „Bruder Heinrich" verkleidet in seinem Geschäft besucht - was umgehend erledigt wurde. Ab April werden die ersten Gruppenführungen über das Nienthaler Mittelalter-Gelände angeboten. Erste große Veranstaltung in diesem Jahr wird das Wikinger-Lager zu Pfingsten (3./4. Juni) sein.

Turmhügelburg Lütjenburg wird weiter ausgebaut

02.März 2006

Der Ruf des Herolds schallte vom hölzernen Burgturm im Lütjenburger Nienthal weit über das Land und ward gehört. Wanderer, Kaufleute, Händler, Handwerker, Gaukler und Musikanten machten sich auf und trafen sich an der Turmhügelburg, um ihre Waren feil zu bieten. Ritter und Wikinger übten sich im sportlichen Kampf mit Bogen, Speer und Axt und tauschten sich im geselligen Beisammensein aus. Aber auch erbitterte Kämpfe um die Burg gegen wüste Angreiferhorden fanden immer wieder statt.
Das Konzept des gemeinnützigen Fördervereins der Turmhügelburg in Lütjenburg geht bisher jedenfalls auf. Im vergangenen Jahr kamen mehr mittelalterliche Gruppen denn je, um an der hölzernen Burg im Lütjenburger Nienthal zu lagern und an den Festen teilzunehmen. Gruppen aus dem Allgäu, aus Nordrhein-Westfalen und Berlin nutzten die Gelegenheit, gleich für eine Woche an der Turmhügelburg ihre Zelte aufzuschlagen – die Ostsee ist so nah.
Gleichzeitig ist es dem Förderverein gelungen, so viele Spenden einzuwerben, dass der Ausbau der gesamten Burganlage mit der Vorburg zu einem mittelalterlichen Rittersitz eines Landadligen weiter gehen konnte und kann. Dabei wird gerade beim Bau großer Wert auf historische Vorgaben hinsichtlich Planung, Material und Handwerkskunst gelegt.
Alle Gebäude werden in enger Absprache mit dem Archäologischen Landesamt in Schleswig - weitgehend in Handarbeit – errichtet. Die Turmhügelburg mit dem Graben selbst ist seit 2003 in Betrieb. Sie ist seitdem durch einen Wall mit Palisade ergänzt worden. Im Frühjahr 2005 wurde mit dem Bau des mittlerweile fertig gestellten Eingangsbereichs mit dem Info-Zentrum begonnen. Kurz vor Weihnachten wurde das große kombinierte Wohn-/Stallgebäude fertig, der Nachbau eines Hauses aus dem Jahr 1150 mit Feuerstelle, Schlafplätzen für das Gesinde sowie Platz für das Vieh.
Durch die mittlerweile gesicherte Finanzierung kann bereits in diesem Frühjahr mit dem Bau eines Backhauses und einer Schmiede begonnen werden.
Ergänzt wird dies durch den Bau des eigentlichen Wohnhauses eines Ritters. „Dies alles soll nach unserer Planung bis zum September stehen“, gibt sich der Vereinsvorsitzende, Hartmut Eller, zuversichtlich. Schmiede und Backhaus sollen bereits ab Spätsommer betrieben werden. In der weiteren Planung sind dann noch ein Wirtschaftsgebäude, ein Brunnen und eine kleine Feldsteinkapelle. Alle Gebäude werden in unterschiedlicher Bauweise - aber mit für diese Zeit typischen Materialien - gebaut.
Dabei bleibt der Verein seinem Konzept treu, bei den Veranstaltungen und Lagern höchste Ansprüche auf authentisches Auftreten hinsichtlich Gewandung und Ausstattung zu stellen – ohne dabei kommerzielle Ziele zu verfolgen.
„Bei uns sind die Gruppen selbst das Programm, das wir nur durch einige zusätzliche Attraktionen ergänzen“, umschreibt Hartmut Eller das Konzept. Und das wird von den vielen Besuchern zunehmend honoriert. „Allein unsere Veranstaltungen im vergangenen Jahr wurden von rund 25 000 Gästen besucht, hinzu kamen mehr als 170 Führungen interessierter Gruppen, angefangen von Urlaubern, Schulklassen, über Geschichtsinteressierte bis hin zu Studiengruppen, die sich über Architektur und Bauweise des Mittelalters informieren wollten.“
Drei Großveranstaltungen stehen in diesem Jahr auf dem Kalender – das große Lager mit dem „Themenschwerpunkt Wikinger“ zu Pfingsten. Dabei wird bereits zum dritten Mal der „Wettkampf um das ehrbare Lütjenburger Schwert“ ausgetragen. Am 22. und 23. Juli lockt die „Mittelalterey“ mit Markt, Gaudium und „Frölich Geschray“ als Musikanten. Nicht zuletzt dann noch der große „Lütjenburger Aufbruch“ am 1. September-Wochenende. „Für diese große Mittelalterveranstaltung haben wir zusätzlich die Reiter von „Timetrotter“, die „Horus-Falknerei“ und die Musikanten und Gaukler von „Charivari“ gewinnen können“, so Eller weiter.

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