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Turmhügelburg Lütjenburg

Aktuelles

Aktuelles 2017

„Neue Forschungen zur Archäologie der späten Altsteinzeit in Schleswig-Holstein“

Die „Gesellschaft der Freunde der mittelalterlichen Burg in Lütjenburg e.V.“ setzt ihre Winter-Vortragsreihe 2017/18 „Lütjenburger Vorträge zur Archäologie und Geschichte“ im Dezember fort.

Am

Dienstag, 05. Dezember 2017 um 19:30 Uhr
in der Gaststätte “Lüttje Burg“, Lütjenburg, Markt 20
hält Herr Ingo Clausen, MA,
Archäologisches Landesamt Schleswig, Außenstelle Neumünster
einen Vortrag mit dem Thema:

„Neue Forschungen zur Archäologie der späten Altsteinzeit in Schleswig-Holsteinʺ

Erst am Ende der Eiszeit erobert der anatomisch moderne Mensch auch die nördlichen Hemisphären seiner damaligen Welt. Die Gletscherfronten sind nach Schweden und Norwegen zurück verlegt, Nordsee und weite Teile der südlichen Ostsee liegen trocken. Eine Steppentundra, später ersetzt von einem Birken- und Kiefernwald, bieten eiszeitlichen Jagdgemeinschaften einen weiten Lebensraum. Als erste Pioniere erreichen diese Jäger ein völlig anderes Schleswig-Holstein, als wir es heute kennen.
Hochgradig an ihre jeweilige Umwelt angepasst, entwickeln die damaligen Menschen unterschiedliche Überlebensstrategien. Gebunden an stark wechselnde Klimate und somit eingebettet in andersartige Lebensräume, entwickeln sich im Zeitraum von etwa 12.500 bis 10.000 v. Chr. unterschiedliche Kulturen. Deren Genese, die Erschließung ehemaliger Jagdstrategien und Wanderbewegungen, die Rekonstruktion der jeweiligen Umweltverhältnisse sowie deren Auswirkungen auf kulturelle Entwicklungen sind Schwerpunkte der aktuellen Forschungen.
Der Vortragende berichtet anschaulich und mit vielen Bildern über seine langjährigen Arbeiten, welche facettenreiche und detaillierte Einblicke in die längst vergangenen Tage der eiszeitlichen Jäger bieten.

Der Eintritt ist – wie üblich – frei. Wir freuen uns auf möglichst viele interessierte Besucher bei diesem sicher wieder hochinteressanten Vortrag.

Advent an der Turmhügelburg

Advent …
… schnell noch einen Kranz besorgen, am besten mit elektrischen Kerzen, zum Anzünden fehlt die Zeit. Dann noch Plätzchen backen – oh nee, dauert zu lange, also schnell welche einkaufen. Ist die Wohnung schon adventlich dekoriert? – Schnell…..

STOP !!

Advent, die Zeit der Besinnung, der Vorbereitung auf die Ankunft Jesu, ist heute leider gar nicht mehr so besinnlich, wie sie sein sollte.
Um in dieser Zeit einfach mal anzuhalten, zur Ruhe zu kommen und Luft zu holen, kommen Sie doch am 02.12.2017 zum mittelalterlichen Adventsmarkt in die Turmhügelburg Lütjenburg.
Lassen Sie sich von 11:00 bis 17:45 Uhr durch die gemütlich geschmückten Gebäude und bei Kerzen- und Talglichtern in eine andere, längst vergangene Zeit entführen. Tauchen Sie ein in die gemütliche, einhüllende und innerlich wie auch äußerlich wärmende Atmosphäre. Schlendern Sie langsam zu den feinen Ständen der Handwerker und Händler, schauen, feilschen und kaufen Sie von Hand gemachte Waren, sitzen entspannt am Feuer und klönen oder hören der Musik von TriScurria oder den Geschichten des Barden McKenzie zu.
Höhepunkt und Abschluss des Adventsmarktes wird die musikalische Adventsandacht um 18:00 Uhr im großen Wirtschaftsgebäude bei Kerzenlicht und Öllampenschein sein. Durch Bruder Raedwulf (Kantor Ralf Popken) - unter der Mitwirkung des Mittelalter-Ensembles "Cantemus" und den Kindern und Jugendlichen der "Schola cantorum" – wird Sie die gemütliche Adventsstimmung ganz in ihren Bann ziehen….
Den Markt und die Andacht können Sie dann anschließend bei Punsch, Kakao, Plätzchen und Schmalzstullen nachwirken und ausklingen lassen.
So gestärkt werden Sie dann sicher durch die turbulente, moderne Adventszeit getragen.

Ihr Burgherr Eberhard von Bodendiek

Bitte denken Sie an den Temperaturen angepasste Kleidung, die Gebäude sind nicht geheizt!
Bitte für den Heimweg an Laternen, Fackeln oder auch neuzeitliche Taschenlampen denken!!

Parkmöglichkeit gibt es auf dem Parkplatz gegenüber der Burg und auf der Wiese an der Burg, wenn die Witterung das zulässt. Auch der Parkplatz im Gewerbegebiet Bunendorp kann genutzt werden.

Im Lager des "Hansevolkes zu Lübeck" herrschte reges Treiben mit Handel, Handwerk und Gesselligkeit.
Mittelalterliches Treiben im Nienthal

Marc Dobkowitz, Ostholsteiner Anzeiger, 05.09.2017

„Lütjenburger Aufbruch“ bot am Wochenende Einblicke in vergangene Zeiten / Erntedank im Mittelpunkt

Im Nienthal war am Wochenende die Zeit rund um die Turmhügelburg ins Mittelalter zurückgedreht. Der Förderverein hatte zum „Lütjenburger Aufbruch“ geladen und Ritter, Händler, Barden und Spielleute waren zu einem mittelalterlichen Erntedankmarkt gekommen. Das Leben in der Burg und im angrenzenden Lager lockte auch interessierte „Zeitreisenden“ aus der Gegenwart an, die sich in die Zeit der Christianisierung Wagriens entführen ließen.
Das „Hansevolk zu Lübeck“ hatte es sich ganz am Ende des Lagerplatzes unter den Birken gemütlich gemacht und die „Lütte Grete“ dabei. Die kleine Kanone wurde an beiden Nachmittagen bei der Vorstellung der spätmittelalterlichen Feuerwaffen präsentiert. Zuvor konnten sich die Besucher mit der Söldner-Gruppe „Ueterst End“ und den Reitern „Bodendieks Schildknappen“ mitten in eine Schlacht mit Schwertern und Lanzen versetzen lassen. Einen Einblick in die Kleidung von Gesinde und Adel gab es bei einer Modenschau im Burghof. Dort berichtet auch ein Zeidler wie ab der Mitte des 13. Jahrhunderts mit wilden und domestizierten Bienen in den Wäldern Honig gewonnen wurde. Die Leckereien im Stile vergangener Jahrhunderte zogen Lagerbewohner wie Besucher gleichermaßen an. Die Brote und der Butterkuchen aus dem rekonstruierten Backhaus fanden reißenden Absatz und auch Wildburger und Flammlachs aus der Taverne gingen für ein paar Silberlinge über den Tresen. Ketchup oder Mayonnaise suchte man jedoch vergebens. Dafür gab es Preiselbeer- und Himbeer-Senf. Die Suppen wanderten stilecht aus dem Kessel in die Tonschale so wie die Getränke im Krug gereicht wurden. Die kleinsten Besucher konnten an einigen Ständen im Lager handwerkliches Geschick beweisen und so unter anderem einen Lederbeutel für ihr Taschengeld oder Glitzersteine herstellen. Auf dem ganzen Gelände waren Körbe versteckt, in denen es Erntedank-Gaben zu ertasten galt.
Bogenschießen und Ponyreiten machten das Abenteuer für Kinder perfekt. Für Zerstreuung sorgte Martje Haselbach mit ihren beiden Handpuppen Ask und Embla in einem geflochtenen Wikinger-Schiff auf der Suche nach immer neuen Geschichten von Göttern, Riesen, Menschen und Zwergen. Mittelalterliche Klänge gab es von den Gruppen „Drudabings“ und „TriScurria“ die auch in die Instrumente der damaligen Zeit einführten. Im Tavernenzelt fand zum zweiten Mal der Bardenwettstreit für jedermann statt. Für den Sieger waren eine Namensplakette auf dem Bardenthron von Nienthal und ein speziell angefertigtes Kleinod ausgelobt.

Wikingerlager an der Turmhügelburg: Jonathan (8) wirft den Speer und bekommt dafür noch ein paar gute Tipps von Stefan Lösch (direkt dahinter).
Mit Speer, Axt und Bogen

06. Juni 2017, Ostholsteiner Zeitung, Text/Foto Andrea Seliger

Wikingerlager an der Turmhügelburg in Lütjenburg hatte erstmals Wettbewerb für Familien im Programm

Um das edle Horn von Nienthal zu gewinnen, kann man sich schon mal ein bisschen ins Zeug legen. Die Disziplinen: Speerwerfen, Axtwerfen, Bogenschießen. Doch der Held allein wird hier nichts: Der neue Wettbewerb im Wikingerlager an der Turmhügelburg in Lütjenburg ist für Familien.
Mit dem neuen Dreikampf will Burgherr Hartmut Eller alias Eberhard von Bodendiek den Sonntag noch ein bisschen spannender machen – am Sonnabend findet bereits traditionell der Einzelwettkampf statt. „Jetzt wollten wir auch mal was für die Familien machen.“ Und so wirft der achtjährige Jonathan aus Celle zum ersten Mal in seinem Leben einen Speer. Sein sechsjähriger Bruder hat sich für die Axt entschieden. „Also bleibt für mich Bogenschießen“, sagt Vater Christoph Schön und schlägt sich dabei für einen Anfänger erstaunlich gut. Die Teilnehmer, insgesamt neun Familien mit je drei Personen, sind ein gemischtes Völkchen: Pfingsturlauber wie die Schöns, die sich spontan angemeldet haben, aber auch solche, die selbst am Lager teilnehmen und mit ihren historischen Gewändern gleichzeitig Teil der Wikinger-Kulisse sind. Wie das Grüppchen aus Jörg Hamann, Tochter Johanna (10) und deren Freundin Dana (13).
Hamann, im Alltag Tischler, ist Schöpfer des „Tjostdrachen Torkel“, von dem aus sich Kontrahenten gegenseitig auf ungefährliche Weise gegenseitig ins Stroh schubsen können. Tochter Johanna war schon im Alter von sechs Wochen zum ersten Mal auf einem Mittelalter-Markt dabei. „Urlaub vom Alltag“, sind für Hamann solche Lager, „einfach mal raus, ohne E-Herd und Technik“. Er gehört außerdem zur Theatergruppe Midgard-Skalden, die regelmäßig in Haithabu auftritt. Dort spielen auch Kinder mit – und so trafen sich Johanna und Dana. „Wenn ich in der Schule davon erzähle, machen sich die meisten darüber lustig, aber das ist mir egal“, sagt die 13-Jährige über ihr Hobby. Und dass sie beim Wettbewerb mit dem Bogen glänzte, ist kein Zufall: „Ich bin in zwei Bogenschießclubs.“
Gut 100 Lager-Teilnehmer mit Zelten und Ständen sind diesmal dabei. „Wir haben so viel Zulauf, dass wir gar nicht alle aufnehmen können“, sagt Eller und achtet dabei auf die Authentizität. Die Besucher können natürlich kommen, wie sie wollen – wer im Lager wohnt, darf aber weder Plastikschüsseln noch Handys noch industriegefertigte Zigaretten herumliegen lassen. „Das ist okay“, findet Hamann. Damit es im Zelt trocken bleibt, setzt er auf doppelte Leinwand, auf dem Tisch draußen stehen getöpferte Schüsseln, Ren- und Schafsfelle machen die Sitzbänke weich und warm. Die Grenze der Authentizität ist für ihn das Diabetes-Set seiner Tochter, das immer sicht- und greifbar sein muss: „Das ist nicht verhandelbar“ – was aber auch noch nie nötig war.
Gewonnen hat das edle Horn von Nienthal übrigens die Wikinger-Familie Take aus Wilhelmshaven

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